Freizeit

Vier Stunden täglich online

Die 20. Auflage der ARD-/ZDF-Online-Studie liegt vor. Einige Highlights: 245 Minuten sind 14- bis 29-Jährige täglich im Netz und heben damit die Gesamtnutzung gewaltig. Denn die liegt über alle Altersgruppen hinweg erstmals bei immerhin über zwei Stunden. Dass 86 Prozent der jungen Zielgruppe täglich mit ihrem Smartphone online gehen, überrascht nicht wirklich. Erstaunlicher ist, wie deutlich deren tägliche Nutzung von Laptop (auf 33 Prozent) und PC (28 Prozent) gesunken ist. 

Jüngere Manager finden Reisen anstrengender

Mit der Anzahl der Dienstreisen wächst auch die Belastung. Wer fünfmal oder öfter pro Monat unterwegs ist, erlebt diese Zeit als besonders anstrengend (78 Prozent). Bei lediglich ein bis zwei Geschäftsreisen monatlich fühlen sich nur 27 Prozent deutlich gestresst. Vor allem Manager unter 40 empfinden das berufliche Unterwegssein als schwierig.

Spieltrieb noch nicht ausgereizt

Eine satte Zweidrittelmehrheit der 14- bis 29-Jährigen (71 Prozent) spielt regelmäßig Video- und Computerspiele, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es immerhin 60 Prozent. Für die Spieleindustrie, die sich gerade auf der Gamescom präsentiert und gefeiert hat, gibt es dennoch Luft nach oben, so eine aktuelle Gaming-Studie. 

Guter Sound für die junge Zielgruppe

Gute Nachrichten für die Hersteller von Unterhaltungselektronik: Auch in Zeiten von MP3, Webradio und Musikstreaming bleibt eine hochwertige Soundanlage für die 16- bis 29-Jährigen ein Muss – sagen 78 Prozent der jungen Befragten (im Durchschnitt aller Altersgruppen sind es nur 66 Prozent). Doch die junge Zielgruppe hört nicht nur andere Musik, sie hört auch anders Musik als die Generationen vor ihr. 

Smartwatch-Nutzer sind Wiederholungstäter

Wer erst einmal eine Smartwatch sein Eigen genannt hat, will auf den Helfer am Handgelenk nicht mehr verzichten: Nur sieben Prozent der derzeitigen Besitzer würden sich voraussichtlich keine neue Smartwatch mehr kaufen – macht mehr als 90 Prozent potenzielle, überwiegend junge Wiederholungstäter.

Pokémon versus Politiker

Endlich gibt´s Zahlen zum Pokémon-Hype – und zwar brandaktuell diese Woche erhobene. Demnach spielen 17 Prozent der 18- bis 29-Jährigen mehrmals täglich Pokémon Go. Betonung auf mehrmals (!) täglich. Unter Teenagern wäre die Zahl wohl noch deutlich höher ausgefallen, wie jeder sehen kann, der halbwegs aufmerksam durch eine beliebige Großstadt läuft (oder fernsieht). 

Von virtuellen und realen Reisen

Acht Prozent der jungen Australier, Amerikaner, Polen und Briten glauben, dass es in Zukunft nicht mehr nötig sein werde zu verreisen. Schlicht, weil man dank der technischen Möglichkeiten von zu Hause aus auf der ganzen Welt unterwegs sein könne. Da es vorerst so weit noch nicht ist, hat eine internationale Reisestudie auch die realen Urlaubsmotive der 18- bis 30-Jährigen erkundet.

Zurück zur Natur

Die Natur hat für Kinder und Jugendliche durchaus ihre Bedeutung, so erste Vorab-Ergebnisse der Studie Fokus Naturbildung, die im kommenden Herbst veröffentlicht werden soll. Mehr als 80 Prozent der befragten 12- bis 15-Jährigen sind demnach regelmäßig in der Natur unterwegs. Sie säßen also nicht nur vorm Computerbildschirm herum, freuen sich sich die Auftraggeber der Studie, darunter der Deutsche Jagdverband. Nur weniger als ein Drittel der Kids findet es „uncool“ hinauszugehen. 

Wie startet die junge Zielgruppe in den Tag?

Früh, vom Handy geweckt und weitgehend gut gelaunt. Das geht aus dem österreichischen Jugend-Trend-Monitor 2016 von Marketagent.com hervor. Dass die 14-bis 29-Jährigen unter der Woche im Schnitt um halb sieben aufstehen, ist angesichts von Schule oder Job wenig verwunderlich. Aber der junge Durchschnittsösterreicher ist auch am Wochenende schon um 9:30 Uhr fit.