Wohnen

Die Finanzen der Studenten

Mehr als die Hälfte der Studenten in Deutschland (55 Prozent) muss monatlich mit weniger als 600 Euro auskommen. Ein Viertel (24 Prozent) sogar mit weniger als 400 Euro. Zum Vergleich: Das Existenzminimum wird derzeit mit 735 Euro beziffert. Allerdings kommen Studierende oft nicht selbst für alle Ausgaben auf. Doch wofür gibt der akademische Nachwuchs am häufigsten sein (weniges) Geld aus?

Wo die Nesthocker wohnen

Dass junge Männer den Service im Hotel Mama länger und lieber in Anspruch nehmen als junge Frauen, ist nichts Neues (wir berichteten). Frei nach dem Motto „Sage mir, wo Du wohnst und ich sage Dir, wann Du ausziehst“ zeigt das Leibniz-Institut für Länderkunde jetzt sogar, wo die Nesthocker und die Frühauszieher hausen. Vor allem im Süden Deutschlands bleibt man offenbar gerne etwas länger in der elterlichen Komfortzone. 

Smart Home – begehrt, aber (zu) teuer

Nur 15 Prozent der 18- bis 35-Jährigen können sich gar nicht vorstellen, Geld für Smart Home-Technologie auszugeben. Unabhängig vom Alter ist jeder vierte Befragte nicht daran interessiert, die eigenen vier Wände intelligent zu vernetzen. Warum Kühlschrank, Beleuchtung und Energiesteuerung immer noch weitgehend „unsmart“ sind? Für junge Erwachsene sind die Kosten die größte Hemmschwelle. 

Konsumbereit im Hier und Jetzt

Die junge Zielgruppe macht sich bekanntlich Sorgen um die künftige Rente. In der Gegenwart aber sind Jugendliche und junge Erwachsene, was ihre Finanzen angeht, ausgesprochen zuversichtlich – und entsprechend konsumfreudig: Bei vielen Waren sind sie deutlich eher geneigt die Luxus-Variante zu kaufen als Ältere. 

München muss man sich leisten können

Münchens Jugend mag ihre Stadt: Mehr als 90 Prozent schätzen die guten Bildungsmöglichkeiten und die Berufschancen, so die Münchner Jugendbefragung 2016: 87 Prozent fühlen sich in der Stadt wohl. 81 Prozent finden, dass es hier alles gibt, was sie brauchen – außer bezahlbaren Wohnungen. 

Wohnst Du schon oder mietest Du noch?

Junge Erwachsene in Deutschland glauben immer weniger daran, dass sie irgendwann einmal eine eigne Immobilie besitzen werden. 83 Prozent der 22- bis 29-Jährigen leben derzeit zur Miete. 34 Prozent gehen nicht davon aus, dass sich dies in naher oder ferner Zukunft ändern wird. Was künftigen Immobilienbesitz angeht, ist die deutsche Erben-Generation damit deutlich pessimistischer als Spanier, Briten oder Franzosen.