Pünktlich zu den Bundestagswahlen zeigt die dritte Ausbildungsstudie von McDonalds: Knapp jeder zweite junge Erwachsene sieht seine Interessen nur unzureichend von der Politik berücksichtigt. 73 Prozent der 14 bis 25-Jährigen fordern von ihr eine bessere Ausrichtung der Lehrpläne auf das Berufsleben, 61 Prozent die Sicherstellung von Chancengerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt und 59 Prozent die soziale Durchlässigkeit in der Gesellschaft. 

Gabriele Fanta, Vorstand Personal McDonald’s Deutschland, fühlt sich durch diese und andere Zahlen der Studie bestätigt: „Die rückläufigen Bewerberzahlen gehen einher mit einer sinkenden Ausbildungsreife der Bewerber. Hier ist die Politik gefragt!“ Lehrmittel und Prozesse müssten dringend überarbeitet und an die Bedürfnisse der jungen Generation angepasst werden.

Wie bereits die McDonald’s Ausbildungsstudie 2015 gezeigt hat, bilden auch 2017 intakte soziale Beziehungen den großen Rückhalt der jungen Generation. 73 Prozent zählen ihren Freundeskreis zum Wichtigsten im Leben, 61 Prozent die Familie und 60 Prozent eine glückliche Partnerschaft.

Selbstverwirklichung wird wichtiger: So hat sich innerhalb der letzten vier Jahre der Anteil der unter 25-Jährigen, denen es besonders wichtig ist Spaß zu haben und das Leben zu genießen, von 44 auf 50 Prozent erhöht. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl derjenigen, die die eigenen Interessen und Hobbys zum Wichtigsten im Leben zählen, von 36 auf 44 Prozent.

Insgesamt blickt die junge Generation optimistisch in die Zukunft und ist trotz der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland leistungsbereit. Eine große Rolle spielt eine gute Schulbildung.  „Der Schulabschluss mit Abitur gilt gewissermaßen als die notwendige Voraussetzung, um aussichtsreich in den Wettbewerb um gute Ausbildungs- und Berufsplätze einzutreten“, sagt Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Hertie School of Governance, der als wissenschaftlicher Berater die Studie begleitet hat. Dass sich Leistung lohne glauben 68 Prozent. 63 Prozent bewerten darüber hinaus die Aufstiegschancen in Deutschland positiv.

Relativ wenig liegt der jungen Generation daran, sich viel leisten zu können und sich von anderen durch einen individuellen Stil zu unterscheiden; nur jeweils 18 Prozent der 15- bis 24-Jährigen rechnen dies zu den wichtigsten Zielen in ihrem Leben. Noch niedriger rangiert der Wunsch nach persönlichem sozialem Engagement: Lediglich 15 Prozent halten diesen Aspekt für ganz besonders wichtig im Leben.

Auch die dritte McDonald’s Ausbildungsstudie 2017 mit dem Titel Job von morgen – Schule von gestern. Ein Fehler im System? wurde vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt. In der direkten persönlichen Befragung konnten die jungen Befragten ihre schulische und berufliche Entwicklung darstellen und kritisch einschätzen. Insgesamt wurden dazu im Frühsommer 2017 1.564 mündlich-persönliche Interviews mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von15 bis 24 Jahren geführt.

obs/McDonald’s Deutschland

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