Elke Löw

Hallo Marke, duz´ mich doch!

Instagram ist der „Duz-Kanal“ unter den Social Media-Plattformen. 82 Prozent der Befragten, die Instagram nutzen, wollen von Unternehmen dort lieber geduzt als gesiezt werden. Und dies gilt keineswegs nur für die werbliche Ansprache von jungen Zielgruppen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Siezen und Duzen in der Markenkommunikation der App-Marktforschungsplattform Appinio.

Eltern brauchen Social Media-Nachhilfe

Unter den Social Media-Plattformen ist TikTok für Eltern die große Unbekannte: Nur rund ein Drittel (35 Prozent) der Eltern von unter 14-jährigen Kindern kennen die Kurzvideo-App überhaupt – von den Kids sind es 41 Prozent. Facebook schneidet mit 94 Prozent bei Eltern am besten ab, hat für Kinder dagegen kaum Bedeutung: Zwar kennen 71 Prozent der Kids Facebook, aber nur 16 Prozent von ihnen nutzen die Plattform.

Klimafreundliches Verhalten zwischen Theorie und Praxis II

Klimaschutz ist Jugendlichen wichtig, soll aber nicht weh tun: Müll/Plastik zu vermeiden, fällt im Zweifelsfalle leichter als der Verzicht auf Billigmode. Spannende Thesen dazu von Axel Dammler auf dem heutigen Kindermedienkongress.

Klimafreundliches Verhalten zwischen Theorie und Praxis I

Jüngere demonstrieren mehr, Ältere handeln häufiger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Energieversorgers Hamburg Energie zum Thema Klimaschutz: Demnach sind 82 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger unter 39 Jahren der Meinung, dass sie ihr Verhalten ändern müssen, um klimafreundlicher zu leben. Wenn es darum geht, den eigenen Lebensstil zu ändern und sich klimafreundlich zu verhalten, sind die über 60-Jährigen ihren jüngeren Mitbürgern aber einen großen Schritt voraus.

Endlich abgeschafft: Das Jugendwort des Jahres

Geschafft: Die Abschaffung des „Jugendwort des Jahres“ ist offiziell. Die mehr oder weniger krude – meist auch bei Jugendlichen unbekannte – Wortschöpfung bleibt uns 2019 erspart. Nicht etwa, weil jemand ein Einsehen gehabt hätte, sondern weil der Ponds-Verlag im Frühjahr die Rechte an der Marke Langenscheidt, dem Verursacher der Wort-Wahl, übernommen hatte. Ein Nachruf auf das „Jugendwort des Jahres“.

Shell Jugendstudie: 41 % politisch interessiert

„Das seit Beginn des Jahrtausends stark gestiegene Interesse an Politik bleibt stabil. Jugendliche meinen, dass politisches Engagement eine hohe Bedeutung hat.“ So wurden heute in Berlin zwei zentrale Ergebnisse der 18. Shell Jugendstudie vorgestellt. Soweit aber ist es (oder war es zumindest bei Erhebung der Studie im ersten Quartal) mit dem politischen Interesse nicht her: Nur 8 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen (12 bis 25 Jahre) bezeichnen sich demnach als politisch stark interessiert, 33 Prozent als interessiert. Anders ausgedrückt: 59 Prozent interessieren sich nicht die Bohne.  

Smartphone bei Jungen weit vorm Fernseher

Das Fernsehgerät hat in der Gesamtbevölkerung (an 14 Jahren) insgesamt die höchste Verbreitung: 95 Prozent nutzen es zumindest gelegentlich. Das Smartphone liegt mit 83 Prozent auf Platz zwei. Bei den 14- bis 29-Jährigen ist die Reihenfolge umgekehrt: 100 Prozent nutzen ein Smartphone, 87 Prozent einen Fernseher. Natürlich wissen wir, dass junge Zielgruppen anders mit Medien umgehen als ältere. Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2019 aber führt dies in direkten Vergleichen besonders anschaulich vor Auge:

Die Hälfte der Jugendlichen kauft auf Influencer-Empfehlung

53 Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren sagen, sie hätten in den vergangenen sechs Monaten aufgrund von Influencer-Werbung ein bestimmtes Produkt gekauft. YouTuber stehen dabei in der Gunst der Jugendlichen ganz oben, gefolgt von Instagrammern, so die Postbank Jugend-Digitalstudie 2019.

Es wächst zusammen …

… was zusammen gehört. Fast 30 Jahre nach dem Mauerfall sind zwei Generationen herangewachsen, die das geteilte Deutschland nicht mehr (bewusst) erlebt haben. Davon, dass die Medien – vor allem vor Landtagswahlen – gerne die Unterschiede betonen, lassen sich Teenager in Ost und West kaum irritieren. Die meisten halten sich und ihre Altersgenossen im jeweils anderen Landesteil für gleich/ziemlich ähnlich.

Kinder-Medien-Studie I: Weniger Taschengeld

Große Wünsche, weniger Geld: Eltern zahlen ihren Kids zum dritten Mail in Folge weniger Taschengeld. Insgesamt verfügen Kinder über in Deutschland trotzdem über mehr als drei Milliarden Euro jährlich (Taschengeld + Geldgeschenke), über die sie im Wesentlichen frei verfügen können. Auch darüberhinaus sind die Kids eine Marktmacht: Sie bestimmen oft (mit), welche Marken gekauft werden.