Social Media

Internetnutzung in Corona-Zeiten: Da geht noch was

Neun von zehn 14- bis 29-Jährigen nutzen im Internet täglich mediale Angebote – Artikel, Audio- und Video-Inhalte – ein Plus von 10 Prozentpunkten im Vergleich zu 2019. Corona schlägt sich auch in den Ergebnissen der neuen ARD/ZDF-Online-Studie nieder: Gerade in der jungen Zielgruppe hat sich die Nutzungsdauer von Online-Angeboten aus dem Bereich des medialen Internets besonders deutlich erhöht: um 50 Minuten auf rund vier Stunden (257 Minuten). Da geht noch was: 

Mobile Video 2020: Plus für Premium Content

Rund 80 Prozent der 13- bis 35-Jährigen in den USA sehen sich täglich Videos anderer Nutzer auf ihrem Smartphone an. Damit stieg die mobile Nutzung von User Generated Video Content noch einmal um vier Prozent gegenüber Vorjahr. Allerdings flacht die Wachstumskurve bei Nutzervideos etwas ab. Ganz anderes beim Premium Content: Mehr als die Hälfte der jungen Zielgruppe sieht täglich längere TV-Shows. Filme und Serien auf dem Smartphone (eine ein Plus von 42 Prozent). Was Werbungtreibende wissen sollten …

Junge Erwachsene mistrauen TikTok

Wird TikTok in den USA demnächst unter Microsoft-Flagge segeln? Oder wird Donald Trump der Social-Video-Plattform den Wind aus den Segeln nehmen? Man weiß es nicht. Fest steht: Nicht nur der US-Präsident, sondern auch die jungen Erwachsenen in Deutschland haben wenig Vertrauen in TikTok – wenn auch vermutlich aus anderen Gründen. Das berichtet Horizont.  Demnach hält laut einer Civey-Umfrage eine überwältigende Mehrheit der 18- bis 29-jährigen (83,3 Prozent) TikTok für nicht vertrauenswürdig. Nur 6,9 Prozent der jungen Erwachsenen sprechen der Plattform ihr Vertrauen aus.

Social Media – weniger ist mehr

Noch ist es nur eine Minderheit: Aber immerhin fast ein Fünftel der 18- bis 24-Jährigen weltweit hat im vergangenen Jahr Social-Media-Accounts deaktiviert, ein Drittel hat die Smartphone-Zeit reduziert. Gründe für die Selbstbeschränkung sind Datenschutzbedenken sowie die Erkenntnis, dass zu viel Social-Media-Konsum nicht zum Wohlbefinden beiträgt. Die jungen Erwachsene stehen zwar den Social-Media-Unternehmen skeptisch gegenüber, sind aber ansonsten nicht technikfeindlich: 

Produktsuche per Social Media

Beim jungen Publikum haben die Sozialen Netzwerke die Suchmaschinen bei der Produktsuche bereits überholt: Mehr als die Hälfte der InternetnutzerInnen zwischen 16 und 24 Jahren suchen Produkte und Dienstleistungen über soziale Netzwerke. 46 Prozent geben an, dafür Google & Co. zu nutzen.

Kids lieben TV – ab 10 Jahren ist YouTube vorn

Während die 6- bis 9-Jährigen noch klassisch fernsehen, ist schon bei 10- bis 12-Jährigen YouTube die beliebteste Bewegtbild-Plattform (gefolgt von Netflix). Zahlen dazu präsentiert Axel Dammler, Geschäftsführer von iconkids& youth – natürlich auf YouTube. Warum TV trotzdem nicht abgemeldet ist, zeigt Dammler anhand des aktuellen Trend Tracking Kinds 2020.

TikTok als Lidl-Recruiting-Taktik

Discounter Lidl startete letzte Woche mit seinem Arbeitgeberprofil @lidlkarriere auf dem Videoportal TikTok. Gepusht wird der Auftritt über die Challenge #movelikelidl. Bereits am ersten Tag verzeichnete #movelikelidl laut Unternehmensangaben 36 Millionen Aufrufe und 230.000 Likes. Die TikTok-Karriere-Seite von Lidl hat ein Woche nach Start (Stand heute morgen) 40.000 Follower.

Instagram gewinnt, Facebook verliert weiter

91 Prozent der 16- bis 19-Jährigen nutzen Instagram. Facebook verliert (nicht nur) bei den Jugendlichen weiter an Boden – nur noch 36 Prozent der älteren Teenager greifen darauf zu. Dies sind Ergebnisse des aktuellen Social-Media-Atlas der seit 2011 jährlich die Nutzung sozialer Medien in Deutschland erhebt.

JIM-Studie II: Jugendliche Instagram-Nutzer haben im Schnitt 299 Follower

Kein Aprilscherz: Bei der Frage nach ihren liebsten Online-Angeboten steht YouTube in der Gunst der 12- bis 19-Jährigen mit deutlichem Abstand auf Platz 1 und wird von knapp zwei Dritteln der Teenager in der spontanen Nennung als das Highlight im Netz genannt (Mehrfachnennungen möglich). Jeweils ein Drittel der Befragten nominiert WhatsApp und Instagram, nur rund halb so häufig wird Google oder Netflix präferiert – dicht gefolgt von Snapchat. Dies sind Ergebnisse der renommierten Studienreihe JIM (Jugend, Information, Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest, die gestern veröffentlicht wurde.