Recruiting

Die Generation Z im Berufsleben

Ganz junge Arbeitnehmer sind, was das Thema Gleichberechtigung am Arbeitsplatz angeht, deutlich optimistischer als die etwas Älteren. So ist über die Hälfte (52 Prozent) der 18- bis 24-Jährigen der Ansicht, dass Frauen und Männer im Job gleich behandelt werden. In der GenY (25 bis 36 Jahre) sind es nur noch 38 Prozent. Durchschnittlich denken auch weniger Vertreter der GenZ (41 Prozent), dass Frauen härter als Männer für Anerkennung oder eine Beförderung arbeiten müssen als die etwas älteren Millennials (51 Prozent).

Azubis sind wichtigste Zielgruppe der Weiterbildung

Die wichtigste Zielgruppe für Weiterbildung sind aus Sicht der Unternehmen in Deutschland die Auszubildenden. Sie zu fördern, gilt für 94 Prozent der Firmen als wichtige Maßnahme. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2018“, die Kantar TNS im Auftrag des Bildungsunternehmens sgd bereits zum zehnten Mal in Folge durchführte.

Jugendarbeitslosigkeit auf niedrigem Niveau

Statistisch gesehen war es für die junge Zielgruppe in Deutschland seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr so leicht Arbeit zu finden wie heute. Während in Europa im letzten Jahr im Schnitt 19 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen* keinen Job hatten, waren es in Deutschland nur sieben Prozent. Damit ist Deutschland, was die Beschäftigungsquote der 15- bis 24-Jährigen Arbeitswilligen angeht, Europameister. Das geht aus dem heute veröffentlichten Statistischen Jahrbuch 2017 hervor, das online gratis zur Verfügung steht.

Zwei Drittel der Berufsanfänger sind bereit, den Job zu wechseln

Während mehr als Hälfte der Berufsanfänger mit Hochschulabschluss bekundet, dass sie mit ihrem ersten Job zufrieden sei (58 Prozent), sieht der Rest Verbesserungspotenzial oder ist mit der beruflichen Situation unzufrieden. Die gute Nachricht für Personaldienstleister: Wechselwillig sind nicht nur die Unzufriedenen. 

Genuss & Politikverdruss

Pünktlich zu den Bundestagswahlen zeigt die dritte Ausbildungsstudie von McDonalds: Knapp jeder zweite junge Erwachsene sieht seine Interessen nur unzureichend von der Politik berücksichtigt. 73 Prozent der 14 bis 25-Jährigen fordern von ihr eine bessere Ausrichtung der Lehrpläne auf das Berufsleben, 61 Prozent die Sicherstellung von Chancengerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt und 59 Prozent die soziale Durchlässigkeit in der Gesellschaft. 

Spießig arbeiten ist trendy …

… Co-Working hingegen nicht. Junge urbane Arbeitnehmer wollen am liebsten in einem Zweier-Büro sitzen oder ein Büro ganz für sich allein haben (jeweils 27 Prozent). Und 30 Prozent der 17- bis 28-Jährigen wünschen sich ein Home Office. Flexible Arbeitsplätze im Großraum? Damit können Unternehmen keinen Blumentopf – und gerade mal 14 Prozent der jungen Arbeitnehmer – gewinnen. 

„Gebt den Kindern das Kommando…“

Dr. Florian Feltes* stellt in seinem Expertenbeitrag spannende Ergebnisse einer Studie** zum Führungsverhalten der Generation Y vor.

1986 veröffentlichte Herbert Grönemeyer das Lied „Kinder an die Macht“. Nun ist Grönemeyer wahrlich kein Futurist, Zukunftsforscher oder Managementdenker, jedoch hat er mit seinem Lied den Nerv der Zeit, den Nerv der damals geborenen und heute in Führungspositionen angekommenen jungen Erwachsenen getroffen.

Was Grönemeyer leider nicht berücksichtigte, als er forderte „Gebt den Kindern das Kommando“, war, dass diejenigen die das Kommando in den Firmen bisher hatten, gar nicht so gerne loslassen. Bloß kein Macht- oder Statusverlust! Bloß nicht über Jahre gewachsene, hart erkämpfte Strukturen einreißen. Denn die Kinder von damals, die heutige GenY, „sie sind die wahren Anarchisten, lieben das Chaos, räumen ab, kennen keine Rechte, keine Pflichten, noch ungebeugte Kraft, massenhaft, ungestümer Stolz…“. Sie ticken, was Führung von Mitarbeitern betrifft, schon anders, als vorherige Generationen. Daher ist der Ruf nach Veränderung im Unternehmenskontext aktueller denn je.

Mobile Millennials

Grundsätzlich sind jüngere Arbeitnehmer eher zu einem Ortswechsel bereit, um die Karriere in Schwung zu bringen als ältere: Von den 18- bis 34-Jährigen in Deutschland können sich 77 Prozent einen berufsbedingten Umzug vorstellen, weniger als ein Viertel (23 Prozent) lehnt ihn pauschal ab. Von den Babyboomern hingegen ist jeder zweite ein Umzugsmuffel. 

Safety First bei der Berufswahl

Erst wird Vater Staat Ende 2016 zum beliebtesten Arbeitgeber der Studenten, jetzt überholt er auch auf den Wunschzetteln von Schülern erstmals die einst so beliebte Automobilindustrie: Ein Viertel der deutschen Schüler möchte nach der Schule im Öffentlichen Dienst arbeiten. Das Trendence Schülerbarometer 2017 bietet unter anderem ein Ranking der beliebtesten künftigen Arbeitgeber.