Kaufverhalten

Süßer die Kassen nie klingeln …

Pünktlich zum 1. Advent macht die GfK es amtlich: Junge Erwachsene wollen deutlich mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben als andere Zielgruppen und ihr Festtagsbudget im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 Prozent aufstocken. Während die 18- bis 29-Jährigen dieses Jahr ca. 500 € für Geschenke ausgeben wollen, plant der Durchschnitt nur 330 Euro dafür ein.

Shopping: Ein Fünftel inspiriert von Influencern

Jugendliche, die sich beim Kauf von Produkten von Influencern inspirieren lassen, sind tendenziell geselliger, sportlicher und kreativer als ihre Altersgenossen. Dies geht aus der Schweizer Intermediastudie MA-Strategy hervor, die die WEMF heute veröffentlichte. Demnach gibt rund ein Fünftel der 14- bis 24-Jährigen an, sich beim Shopping an Influencern zu orientieren. Ein Ergebnis, das in Deutschland nicht grundlegend anders ausfallen dürfte.

Produktsuche per Social Media

Beim jungen Publikum haben die Sozialen Netzwerke die Suchmaschinen bei der Produktsuche bereits überholt: Mehr als die Hälfte der InternetnutzerInnen zwischen 16 und 24 Jahren suchen Produkte und Dienstleistungen über soziale Netzwerke. 46 Prozent geben an, dafür Google & Co. zu nutzen.

Zoom auf die GenZ

In Corona-Zeiten boomen Videodienste wie Zoom, Microsoft Teams oder Houseparty. Die Generation Z passt sich dem am schnellsten an. Denn Bilder machen Leute: „Ich style mich, um bei Videokonferenzen besser auszusehen,“ sagen laut einer aktuellen QVC-Studie 61 Prozent der Generation Z. Jeder zweite 14- bis 20-Jährige stylt dafür sogar den Hintergrund.

Kinder & Jugendliche geben ein Fünftel weniger aus als vor Corona

Die 6- bis 19-Jährigen in Deutschland geben monatlich 21 Prozent weniger aus als noch im letzten Jahr. Waren es im März und April 2019 noch 1,7 Milliarden Euro pro Monat, sind es im gleichen Zeitraum 2020 nur noch 1,3 Milliarden Euro. Der drastischste Einbruch zeigt sich – wenig überraschend – bei den Ausgaben in der Gastronomie (sogar bei Fast Food). Doch auch in Kleidung und Accessoires investiert die jüngste Zielgruppe deutlich weniger – offenbar kann Online-Shopping hier das (gemeinsame) Einkaufserlebnis nur begrenzt ersetzen. Und die Profiteuere im Kampf ums Taschengeld? Alles, was das Leben zuhause weniger langweilig macht: Musik und Film-Downloads, Computerspiele und -Gadgets. Dies sind Ergebnisse des heute in Ausschnitten veröffentlichten Trend Tracking Kids 2020 von iconkids & youth. Für eine Übersicht der Ausgaben nach Produktkategorien/Branchen, bitte …

Fast Fashion trotz Fridays for Future

Knapp zwei Drittel der jungen Erwachsenen shoppen Klamotten bei Fast Fashion-Anbietern wie H&M, Zara oder Mango. Als Auswahlkriterien beim Kleidungskauf nennen die 18- bis 24-Jährigen am häufigsten den Preis (62 Prozent), gefolgt von Qualität (60 Prozent) und Passform (55 Prozent). Nur ein Drittel der jungen Zielgruppe gibt an, dass die Marke als Kaufentscheidungs-Kriterium relevant ist.  Die Langlebigkeit eines Kleidungsstücks spielt auch in Zeiten von „Fridays for Future“ ein geringe Rolle: Nur 21 Prozent der jungen Erwachsenen achten darauf.

Millennials lassen sich in Geschäften am meisten beraten.

Junge Käufer nehmen die persönliche Beratung im Einzelhandel am stärksten in Anspruch. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt die neue Studie Retail-Radar 2020, die jetzt veröffentlicht wurde. Allerdings kann sich auch jeder vierte Befragte im Alter zwischen 18 und 34 Jahren vorstellen, künftig komplett auf den Einkauf im Supermarkt oder beim Discounter zu verzichten und Lebensmittel nur noch online zu bestellen.

Wie Millennials online shoppen

Fast alle shoppen online – aber nur die Jüngeren tun es wirklich häufig: 41 Prozent der 18- bis 29-Jährigen kaufen mindestens einmal wöchentlich online ein. Zum Vergleich: Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 30 Prozent und bei den 60- bis 64-Jährigen sogar nur 13 Prozent. Die junge Zielgruppe ist auch deutlich aufgeschlossener gegenüber Augmented Reality-Anwendungen für Shopper sowie gegenüber neuen Bezahlmethoden (wie der Freigabe der Zahlung per Fingerabdruck). Dies sind Ergebnisse einer Shopper-Befragung der Vergleichsplattform Idealo.

Die Hälfte der Jugendlichen kauft auf Influencer-Empfehlung

53 Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren sagen, sie hätten in den vergangenen sechs Monaten aufgrund von Influencer-Werbung ein bestimmtes Produkt gekauft. YouTuber stehen dabei in der Gunst der Jugendlichen ganz oben, gefolgt von Instagrammern, so die Postbank Jugend-Digitalstudie 2019.