Von „Bewegtbild-Heavy-Usern“ und „Streaming-Nerds“

31 Aug 2017|Fernsehen, Kino, Meldung|

63 Prozent der 14- bis 20-Jährigen geben offen zu, illegale Streaming-Angebote zu nutzen. Der häufigste Grund: ohne großen Aufwand aktuelle Filme sehen. Dies ist ein Ergebnis der heute erschienenen Grundlagenstudie der Agentur Mediaplus. Sie hat Nutzung und Motive von 1.500 14- bis 29-Jährigen unter die Lupe genommen und in der jungen Zielgruppe hauptsächlich „Bewegtbild-Heavy-User“, aber auch den ein oder anderen „Streaming-Nerd“ gefunden. [Weiterlesen]

Streaming ist in, Radio nicht out

21 Jul 2017|Interview, Radio|

jugendvonheute Was ist aus Ihrer Sicht der größte Unterschied zwischen jüngeren und älteren Radiohörern? Oliver Ecke Bei den jungen Radio-Zielgruppen muss man eigentlich schon von Audio-Zielgruppen sprechen. Hier spielen Streaming-Dienste oder auch Konserven, die sich die Leute auf ihre Devices runterladen, schon eine erhebliche Rolle. jugendvonheute Junge Nutzer von Musik-Streaming-Diensten widmen diesen schon mehr Zeit als dem Radio. Trotzdem scheint Radio bei Teenagern und Twens in Bayern noch nicht „out“ zu sein, oder? Oliver Ecke Nein. Der Unterschied zwischen jüngeren und älteren Radiohörern ist hier gar nicht so groß. Die Tagesreichweite bei den 14- bis 29-Jährigen liegt immer noch bei 79 Prozent – im Unterschied zur Gesamtbevölkerung mit 82 Prozent. Die Lücke wird dann eben durch Streaming-Dienste geschlossen. jugendvonheute Was empfehlen Sie Werbungtreibenden, die junge Zielgruppen weiterhin über Radio erreichen wollen? Oliver Ecke Morgens schalten! Der Morgen gehört auch bei Jüngeren dem Radio, gestreamt wird eher abends. Außerdem ist der morgens zuerst gehörte Sender in Bayern überdurchschnittlich häufig ein lokales Programm. Was auch damit zu tun hat, dass es im Freistaat an den größeren Standorten mindestens ein auf jüngere Hörer hin formatiertes Radioangebot gibt. Ohne lokales Jugendradio käme das Medium in der Zielgruppe vermutlich nicht auf 183 Minuten Hördauer pro Tag – also auf mehr drei Stunden. jugendvonheute Sind die Besonderheiten der bayerische Radiolandschaft auch der Grund dafür, dass Radio in der bundesweiten Media-Analyse bei 14- bis 29-Jährigen deutlich schlechter abschneidet – zehn Prozentpunkte weniger Tagesreichweite – als in der Funkanalyse Bayern? Oliver Ecke Das ist so. Radio Galaxy zum Beispiel erreicht dort, wo der Sender per UKW empfangbar ist, täglich ein Drittel der 14- bis 29-Jährigen. Und insgesamt haben die bayerischen Lokalprogramme bei Twens ihre höchste Tagesreichweite. Da ist es nur logisch, dass auch laut Media-Analyse junge Zielgruppen in Bayern mehr Radio hören als im Bundesschnitt. jugendvonheute Was sollten Radiomacher Ihrer Meinung nach tun, um für junge Zielgruppen attraktiv zu bleiben und im Audio-Markt möglichst wenig Anteile zu verlieren? Oliver Ecke Die Strategie, die vor vielen Jahren mal „in“ war, dass man möglichst wenig spricht, ganz viel Musik macht und versucht, den Musikgeschmack der Jugend zu treffen, hat ausgedient. Dazu braucht man heute keinen Radiosender mehr; jeder kann sich das für ihn ideale Musikprogramm selbst zusammenstellen. Radio für junge Zielgruppen muss ein Gesamtpaket sein, es muss am Leben dran sein, die wichtigen Events der Region covern. Es muss mehr bieten als Musik: Die Verpackung muss stimmen, und der Sender muss das Lebensgefühl wiedergeben – und das kann nicht nur über Musik funktionieren. * Dr. Oliver Ecke ist Managing Director bei Kantar TNS (vormals TNS Infratest). In dieser Position verantwortet er die Medienforschung des Instituts und präsentiert – fast schon traditionell – jedes Jahr auf den Lokalrundfunktagen in Nürnberg wichtige Ergebnisse der Funkanalyse Bayern. ** Funkanalyse Bayern wird seit 1989 jährlich im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der privaten Rundfunkanbieter in Bayern durchgeführt. Ergänzend zur Media-Analyse (ma Radio) liefert sie Reichweitendaten für die bayerischen Hörfunk- und Lokalfernsehprogramme. Darüber [Weiterlesen]

Junge Zielgruppe hört drei Stunden Radio UND streamt

04 Jul 2017|Meldung, Online, Radio|

Klassisches Radio ist bei 14- bis 29-Jährigen nicht out. Mehr als drei Stunden hören Teenager und Twens täglich Radio. Dieses Ergebnis der Funkanalyse Bayern wurde heute auf den Lokalrundfunktagen 2017 in Nürnberg veröffentlicht. Grundsätzlich gelte für junge Hörer, so Oliver Ecke von Kantar TNS: „Der Morgen gehört dem Radio – abends wird gestreamt“.  [Weiterlesen]

Wo habe ich das nur gesehen?

08 Jun 2017|Fernsehen, Marken, Meldung, Online|

Schlechte Nachrichten für die Fernsehsender: US-Millennials gucken nicht nur immer weniger klassisches TV, sie können Sendungen auch kaum noch den richtigen Kanälen zuordnen. Konsequenterweise nennt die US-Agentur Anatomy Media ihre Millennial-TV-Studie deshalb The Young and the Brandless. [Weiterlesen]

Video on Demand frisst TV

25 Okt 2016|Fernsehen, Meldung, Online|

Wenn die junge Zielgruppe Pay-VoD nutzt, dann geht dies massiv zu Lasten des klassischen Fernsehens. 71 Prozent der Jugendlichen (14- bis 17 Jahre), die auf Bezahl-Inhalte wie Netflix, Amazon Prime, Sky oder Maxdome zugreifen, sagen, sie würden seitdem weniger lineares TV schauen. [Weiterlesen]

Abo als Trend

24 Okt 2016|Meldung, Musik, Online|

Abonnements – wenn auch nicht die von Zeitungen und Zeitschriften – liegen im Trend. 76 Prozent der jungen Briten (16 bis 24 Jahre) haben mindestens ein Abo – zumeist von Streaming-Media-Diensten. Der regelmäßige Bezug aber werde, so kündigt es eine neue Studie etwas vollmundig an, auch in anderen Bereichen attraktiver: Games, Restaurants, Transport-und Einzelhandel. [Weiterlesen]

Millennials gucken, wann sie wollen

04 Mai 2016|Fernsehen, Meldung, Online|

TV-Serien erfreuen sich in der jungen Zielgruppe viel größerer Beliebtheit als bei älteren Zuschauern. Rund drei Viertel der 18- bis 34-jährigen Internetnutzer finden sie attraktiv, von den Älteren sagt dies nur etwa die Hälfte. Auch wenn TV-Serienware bei den Jüngeren beliebter ist – geguckt wird trotzdem generationsübergreifend, wenn auch nicht gleichzeitig.  [Weiterlesen]