Studie

Social Media – weniger ist mehr

Noch ist es nur eine Minderheit: Aber immerhin fast ein Fünftel der 18- bis 24-Jährigen weltweit hat im vergangenen Jahr Social-Media-Accounts deaktiviert, ein Drittel hat die Smartphone-Zeit reduziert. Gründe für die Selbstbeschränkung sind Datenschutzbedenken sowie die Erkenntnis, dass zu viel Social-Media-Konsum nicht zum Wohlbefinden beiträgt. Die jungen Erwachsene stehen zwar den Social-Media-Unternehmen skeptisch gegenüber, sind aber ansonsten nicht technikfeindlich: 

Immer mehr junge Menschen gründen

Der Anstieg der Unternehmensgründungen in Deutschland ist hauptsächlich auf junge Gründerinnen und Gründer zurückzuführen. In den letzten Jahren hat in Deutschland eine Verschiebung der Gründungsaktivitäten von den mittleren (35- bis 44-Jährige) zu den jüngeren Altersgruppen (18- bis 34-Jährige) stattgefunden.

Corona-Krise trifft deutsche Millennials weniger hart

Die Hälfte der Generation Z und der Millennials in Deutschland sagen, dass die Krise keine Auswirkungen auf ihre Arbeit oder ihr Einkommen hat. International ist dies nur bei rund einem Drittel der 17- bis 37-Jährigen der Fall. Hierzulande bewertet eine Mehrheit der jungen Zielgruppe sowohl die Corona-Maßnahmen der Regierung als auch die des eigenen Arbeitgebers positiv. Dies geht aus dem Deloitte Millennial Survey 2020 hervor, für den im Dezember 2019 international rund 18.000 und im Mai 2020 erneut 9.000 junge Berufstätige befragt wurden, um die Auswirkungen von Covid-19 dokumentieren zu können.

Die beliebtesten und unbeliebtesten Prominenten

Rechtspopulismus kommt bei Kindern und Jugendlichen nicht gut an: Unter die zehn unbeliebtesten Personen 2020 „wählten“ die 6- bis 19-Jährigen Befragten mitten in der Corona-Krise Donald Trump (Rang 1), Xavier Naidoo (Rang 4), Recep Tayyip Erdogan (Rang 9) – und auf Platz 10 schaffte es auch noch AfD-Politiker Björn Höcke. Am beliebtesten dagegen: Lena Meyer-Landrut, Heidi Klum, Billie Eilish, Cristiano Ronaldo und Manuel Neuer.

Kinder & Jugendliche geben ein Fünftel weniger aus als vor Corona

Die 6- bis 19-Jährigen in Deutschland geben monatlich 21 Prozent weniger aus als noch im letzten Jahr. Waren es im März und April 2019 noch 1,7 Milliarden Euro pro Monat, sind es im gleichen Zeitraum 2020 nur noch 1,3 Milliarden Euro. Der drastischste Einbruch zeigt sich – wenig überraschend – bei den Ausgaben in der Gastronomie (sogar bei Fast Food). Doch auch in Kleidung und Accessoires investiert die jüngste Zielgruppe deutlich weniger – offenbar kann Online-Shopping hier das (gemeinsame) Einkaufserlebnis nur begrenzt ersetzen. Und die Profiteuere im Kampf ums Taschengeld? Alles, was das Leben zuhause weniger langweilig macht: Musik und Film-Downloads, Computerspiele und -Gadgets. Dies sind Ergebnisse des heute in Ausschnitten veröffentlichten Trend Tracking Kids 2020 von iconkids & youth. Für eine Übersicht der Ausgaben nach Produktkategorien/Branchen, bitte …

Millennials lassen sich in Geschäften am meisten beraten.

Junge Käufer nehmen die persönliche Beratung im Einzelhandel am stärksten in Anspruch. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt die neue Studie Retail-Radar 2020, die jetzt veröffentlicht wurde. Allerdings kann sich auch jeder vierte Befragte im Alter zwischen 18 und 34 Jahren vorstellen, künftig komplett auf den Einkauf im Supermarkt oder beim Discounter zu verzichten und Lebensmittel nur noch online zu bestellen.

Pinterest sieht ziemlich alt aus

eMarketer.com berichtet, dass Pinterest im Jahr 2019 Snapchat als drittgrößte Social Media-Plattform in den USA überholt hat. Die renommiere Daten- und Marktforschungsplattform für digitale Märkte prognostiziert, dass Pinterest auch in den kommenden Jahren die Nase vorn haben wird. In jungen Zielgruppen ist es allerdings umgekehrt: Hier ist der Anteil der Snapchat-Nutzer mehr als doppelt so hoch wie der der Pinterest-Nutzer, so der eMarketer-Bericht.

Gute Vorsätze: Klimaschutz & Digital Detox

Jüngere Bundesbürger haben sich für 2020 besonders häufig vorgenommen auf die Umwelt zu achten (69 Prozent) und öfter mal offline zu sein (47 Prozent), so eine Umfrage der DAK-Gesundheit. Die Chance, die Digital-Diät einzuhalten, stehen nicht besser als bei normalen Diäten: Laut Branchenverband Bitkom hat jeder vierte Bundesbürger (24 Prozent) es schon mal mit Digital Detox versucht, die Online-Abstinenz jedoch nicht durchgehalten.

Eltern brauchen Social Media-Nachhilfe

Unter den Social Media-Plattformen ist TikTok für Eltern die große Unbekannte: Nur rund ein Drittel (35 Prozent) der Eltern von unter 14-jährigen Kindern kennen die Kurzvideo-App überhaupt – von den Kids sind es 41 Prozent. Facebook schneidet mit 94 Prozent bei Eltern am besten ab, hat für Kinder dagegen kaum Bedeutung: Zwar kennen 71 Prozent der Kids Facebook, aber nur 16 Prozent von ihnen nutzen die Plattform.

German Angst in der Generation Z

In Deutschland ist sowohl bei den Millennials (Jahrgang 1983 bis 1994) als auch in der nachfolgenden Generation Z (Jahrgang 1995 bis 2002) ein Pessimismus zu beobachten, der weit über dem globalen Durchschnitt liegt und seit dem Vorjahr signifikant zugenommen hat. Zu diesem Ergebnis kommt der achte Deloitte Millennial Survey, der heute veröffentlicht wurde.