E-Commerce

Ist denn schon wieder Weihnachten?

Scheint so. In den Supermärkten machen sich Lebkuchen und Spekulatius breit. Schoko-Nikoläuse gab´s bei Tengelmann in München heute noch nicht – sie werden aber wohl in den nächsten Tagen eingeräumt. Höchste Zeit also für Vorhersagen zum Weihnachtsgeschäft. Die erste Studie dazu kommt aus den USA und zeigt, dass die Millennials die Zielgruppe sind, die ihre Weihnachtseinkäufe 2016 am liebsten online und mobil erledigen wird. 39 Prozent haben nach eigenen Angaben mit den sogenannten Holiday Purchases schon begonnen. 

Versandkosten wichtiger als schnelle Lieferung

Eile mit Weile. Eine Lieferung am selben Tag ist jungen Online-Shoppern wichtiger als älteren – aber nicht so sehr, wie man angesichts der massiven Bemühungen von Amazon & Co annehmen möchte. Lediglich 30 Prozent der 18- bis 34-Jährigen in den USA und Canada bekunden, dass ihnen Same Day Delivery wichtig sei.

Was unter 30-Jährigen bei Webshops wichtig ist

Bei der Wahl eines Online-Shops richten sich junge Konsumenten nach anderen Kriterien als Ältere. Für mehr als der Hälfte 18- bis 29-Jährigen (53,5 Prozent) ist es von großer oder sehr großer Bedeutung, ob ein Online-Shop auch mobil gut nutzbar ist. Ingesamt legen nur 40 Prozent der Nutzerschaft so viel Wert darauf, auch mobil gepflegt shoppen zu können.

Möbelkauf ohne Möbelhaus

Der Kauf eines neuen Sofas vom Sofa aus ist noch eher die Ausnahme als die Regel. Am beliebtesten ist der Möbelkauf jenseits des Möbelhauses bei den 30- bis 49-Jährigen: Fast die Hälfte der Onlineshopper (46 Prozent) dieser Altersgruppe hat schon mal Einrichtungsgegenstände im Internet erworben, so eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom. Teenager und Twens haben beim Online-Möbelkauf (39 Prozent) offenbar noch Nachholbedarf. Doch der Schein trügt …

Smart Natives – die kritischen Shopper

Die Digital Natives kommen in die Jahre, jetzt haben das ECC (E-Commerce-Center, Köln) und Hybris Software die „Smart Natives“ erforscht. Aber keine Angst – es geht nicht um Achtjährige, die zeitgleich mit dem iPhone im Jahr 2007 das Licht der Welt erblickten. Vielmehr geht es in „Digital geboren – so ticken die Smart Natives“ um 20- bis 25-Jährige, die sich „hilflos“, „allein“ und „nackt“ fühlen, wenn sie ihr Handy vergessen haben, und für die eine Welt ohne Internet „trostlos“ und der „totale Horror“ wäre (so Zitate aus der Studie). Wie es sich für ein E-Commerce-Center gehört, hat die ECC-Studie aber vor allem untersucht, wie diese Smart Natives shoppen – mit überraschenden Ergebnissen.

Bitte zahlen! Aber wie?

Das einzige Bezahlverfahren, das beim Einkauf im Internet nicht sehr sinnvoll erscheint, ist der Griff ins Portemonnaie. Alle anderen haben den Umzug ins  virtuelle Geschäftsleben mehr oder weniger unbeschadet überstanden, sogar so althergebrachte wie der Kauf auf Rechnung, das Lastschriftverfahren, die Kreditkarte und die Vorauskasse. Das Bezahlverhalten im Internet hat jetzt eine Umfrage der Creditreform Universum GmbH, Neuss, und des Berliner Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel thematisiert. Das Ergebnis zeigt deutliche Unterschiede in den Gewohnheiten jüngerer und älterer Konsumenten.

AGB – ach nee!

Das „Kleingedruckte“ in Kaufverträgen ist online noch unbeliebter als auf Papier.
Über die Hälfte (53  Prozent) aller Online-Nutzer winkt die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ (AGB) „meistens oder immer“ per Klick durch – ohne sie gelesen zu haben. In der jungen Zielgruppe (18 bis 29 Jahre) ignorieren sogar mehr als drei Viertel (76 Prozent) die langen und lästigen Geschäftsbedingungen – so eine TNS-Emnid-Studie für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Über so viel Sorglosigkeit sollte man sich wirklich aufregen! Und das werde ich auch tun – sobald mir einfällt, wann ich das letzte Mal eine AGB gelesen habe.

 

Wenn der Postmann drei Mal klingelt…

…um für Nachbarn Pakete von Zalando, Amazon & Co abzugeben, dann spürt man: Der Online-Handel boomt. Von 2012 auf 2013 stiegen die Umsätze des Internet-Versandhandels in Deutschland um rund 23 Prozent auf 48,3 Milliarden Euro. Und ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Denn vor allem junge Zielgruppen kaufen immer lieber online: 18- bis 29-Jährige präferieren aktuell bei 43,1 Prozent ihrer Einkäufe den Online- und Versandhandel – ein Wachstum von sieben Prozentpunkten gegenüber 2013. Die 30- bis 39-Jährigen ziehen in 44,3 Prozent aller Einkaufsfälle den Online-Shop dem Gang in einen Real-Life-Laden vor.