Bildung

Mangelnde Medienkompetenz

Schon mal etwas von freier Presse gehört? Eher nein. Jedenfalls glauben 40 Prozent der Lehramtsstudenten, dass ein Pressebericht über ein Bundesministerium vor der Veröffentlichung vom Ministerium genehmigt werden müsse. So viel Medien(in)kompetenz der Lehrer mache sich bemerkbar, registriert die Studie Nachrichtenkompetenz durch die Schule. Ihr Kernergebnis: Kinder werden in der Schule nur mangelhaft auf die Mediengesellschaft vorbereitet. 

Die junge Zielgruppe wächst!

Die Hersteller von Kinderprodukten können rosigen Zeiten entgegensehen: Die Schülerzahlen wachsen bis 2030 um sage und schreibe acht Prozent, so eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung. Diese hat indes weniger die Umsatzzahlen der Spiel- und Süßwarenindustrie im Blick als vielmehr den drohenden Mangel an Lehrern und Klassenräumen. 

Safety First bei der Berufswahl

Erst wird Vater Staat Ende 2016 zum beliebtesten Arbeitgeber der Studenten, jetzt überholt er auch auf den Wunschzetteln von Schülern erstmals die einst so beliebte Automobilindustrie: Ein Viertel der deutschen Schüler möchte nach der Schule im Öffentlichen Dienst arbeiten. Das Trendence Schülerbarometer 2017 bietet unter anderem ein Ranking der beliebtesten künftigen Arbeitgeber. 

Falschmeldungen fallen Jüngeren eher auf

Dies ist keine Fake News! Mehr als die Hälfte der deutschen Online-Nutzer (59 Prozent) glaubt, schon mal mit Fake News in Berührung gekommen zu sein. Knapp die Hälfte davon hat´s aber nur gemerkt, weil in den Medien über die Falschmeldung berichtet wurde. Jüngere Nutzer sind beim Thema Fake News stärker auf der Hut. 

Deutschland wird kinderfreundlicher

Fast zwei Drittel der Eltern (62 Prozent) halten Deutschland für ein kinderfreundliches Land, so die JAKO-O-Bildungsstudie, deren vierte Ausgabe heute veröffentlicht wurde. Noch 2010 hielten weniger als die Hälfte der Mütter und Väter Deutschland für kinderfreundlich (48 Prozent). Auch sonst sind Eltern von Schülern zufriedener als noch vor sieben Jahren – mit der Schule generell, mit den Lehrern, vor allem aber mit den Ganztagsschulen, die mittlerweile 47 Prozent der Kinder besuchen.

Wie geht´s Schülern in Deutschland?

Ziemlich gut! Der Unterricht und die Lehrer bekommen von mehr als 70 Prozent der 14- bis 19-Jährigen gute Noten, so eine aktuelle Schüler-Studie. Ebenso viele sind mit dem Zusammenhalt und der Atmosphäre unter den Mitschülern sehr/eher zufrieden. Um sich mehr leisten zu können, haben 42 Prozent einen Nebenjob. 

Arbeitest du noch oder lebst du schon?

Für 81 Prozent von Deutschlands Uni-Absolventen stehen Familie und Freunde im Leben klar an erster Stelle. Erfolg und Karriere zählen nur 54 Prozent zu den wichtigsten Werten und Zielen. Damit hat das persönliche Umfeld noch an Bedeutung gewonnen: Vor zwei Jahren hatten nur 71 Prozent der Studierenden Family & Friends eine so große Bedeutung zugewiesen. Das hat Folgen für die künftigen Arbeitgeber, denn die Mobilität der potenziellen Nachwuchskräfte nimmt ab: Die Hälfte der befragten Absolventen will für ihren künftigen Arbeitsplatz nicht umziehen. 

15 und trotzdem zufrieden

Pisa ist mehr als der schiefe Turm – und die PISA-Studie ist mehr als ein Leistungsvergleich von Schülern, mit dem sich Bildungspolitiker wahlweise das Leben schwer machen oder die eigene Arbeit schön reden. Die Studie bietet jetzt auch einen Statusbericht zur Frage, wie es 15-jährigen Teenagern geht. Sie weiß von allem von zufriedenen Pubertierenden zu berichten.

Internationale Bücherwürmer

Von wegen das gedruckte Wort stirbt aus: Teenager und Twens lesen häufiger Bücher als jede andere, ältere Bevölkerungsgruppe – allerdings nur international betrachtet: 35 Prozent der 15- bis 19-Jährigen Online-Nutzer in 17 Befragungsländern greifen täglich zum Buch, weitere 27 Prozent mindestens einmal die Woche. Und diese Zahlen sind nicht gelogen wie gedruckt, sondern wurden von der GfK ordentlich erhoben.