Politik

Hausaufgaben für Deutschland

Das Thema Zuwanderung/Integration ist die mit weitem Abstand dringlichste Aufgabe, die es in Deutschland zu lösen gilt. Darüber sind sich Bürger aller Altersgruppen einig. Wobei die Gesamtbevölkerung (83 Prozent) das Thema in noch höherem Maße oben auf der Prioritätenliste sieht als Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren (71 Prozent). Insgesamt hat sich die Anzahl derjenigen, die das Thema zu den wichtigsten zählt, im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Dafür machen sich die Deutschen weit weniger Sorgen als früher, was das Thema Arbeitslosigkeit betrifft. Ganz anders sieht das Meinungsbild in anderen Ländern aus. …

Generation What?

Mehr als 810.000 junge Europäer haben schon mitgemacht, davon fast 115.000 in Deutschland: Ihrem Ziel, die größte Jugenduntersuchung Europas mit mehr als einer Million Teilnehmern zu werden, ist die Studie Generation What? schon sehr nahe gekommen. Es lohnt sich aber bereits jetzt, durch die Ergebnisse zu zappen. Für ein paar Kostproben zu den Themen Glück, Beziehungen, Europa und Steuern zum Beispiel. …

Frohgemut in die Altersarmut?

Die 17- bis 27-Jährigen blicken ausgesprochen optimistisch in ihre (nähere) Zukunft. Was die ferne Rente angeht, sind sie eher skeptischer. Die junge Zielgruppe spart heute mehr für besondere Anschaffungen, für Ausbildung oder Urlaube, aber weniger für die Altersvorsorge als noch vor drei Jahren. Sie hat entweder geringeres Vertrauen in die staatlich geförderte zusätzliche Altersvorsorge, zu wenig Geld dafür – oder beides. Das ergibt die aktuelle MetallRente-Studie Jugend, Vorsorge, Finanzen. …

Optimistisch beim Thema Flüchtlinge

„Wir schaffen das!“ Diesen viel zitierten Satz der Kanzlerin zur Aufnahme von Flüchtlingen findet eine knappe Mehrheit der jungen Erwachsenen richtig. Konkret gefragt, wie sie zu Angela Merkels Aussage stehen, stimmen aktuell 51 Prozent der 18- bis 24-Jährigen der Kanzlerin zu. Die Gesamtbevölkerung ist da deutlich skeptischer (nur 36 Prozent Zustimmung). …

Das Selfie einer Generation

Eine Million Teilnehmer erwartet Generation What – nach eigenen Angaben die „größte Jugendstudie, die es je gab“. Könnte klappen: Denn 15 öffentlich-rechtliche Fernsehsender in Europa (darunter BR, SWR und ZDF) trommeln für die Teilnahme und berichten. Nach nur einem Tag hatten gestern allein in Deutschland rund 12.000 18 bis 34-Jährige die 149 Fragen beantwortet. Die Ergebnisse von Generation What lassen sich auf der interaktiven Web-Seite live verfolgen. …

Millennials in Bayern (und anderswo?)

Wer wissen will, wie beträchtlich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern immer noch sind, sollte sich die Studie Lebensentwürfe junger Frauen und Männer in Bayern ansehen. Die erhebt zwar nur die Lebensverhältnisse im Freistaat, dies aber gründlich. Und die Ergebnisse dürften zumindest in der Tendenz auch für andere Bundesländer zutreffen. Einige Trends: Insgesamt geben 23 Prozent der 18- bis 40-Jährigen an, ein sehr starkes oder starkes Interesse an Politik zu haben. Doch während es bei jungen Männern immerhin 35 Prozent sind, halten sich lediglich 11 Prozent der jüngeren Frauen für politikinteressiert.  …

Zu wenig Grund zum Gründen?

Wohin man im Mediendschungel schaut: Es wimmelt von Freiberuflern mit innovativen Projekten, von originellen Nischenanbietern, Start-ups und Garagenfirmen (in Deutschland allerdings meist ohne Garage). Fast möchte man glauben, dass wir zu einer Republik der Freelancer und Gründer werden. Die Realität freilich sieht anders aus: Immer weniger junge Menschen wagen sich die „Höhle der Löwen“ – die Selbständigkeit.