Elke Löw

Kinder als Autokunden

Sie haben noch keinen Führerschein, sind zum Teil noch nicht einmal dem Kindersitz entwachsen. Trotzdem bestimmen Kinder und Jugendliche kräftig mit, wenn ihre Eltern sich ein neues Auto zulegen. Erfahrene Autoverkäufer wissen: Mit der jungen und jüngsten Zielgruppe sollte man sich beim Familien-Ereignis Autokauf gut stellen. Bezahlt wird der neue Wagen zwar von Mama und Papa – bei Marke, Modell und Ausstattung aber wird Kindern und Jugendlichen eine Menge Mitsprache eingeräumt.

Die Schultüten sind (aus-)gepackt!

Während Hamburgs ABC-Schützen schon seit drei Wochen die Schulbank drücken, haben Erstklässler in Bayern noch drei Wochen Zeit, bevor der „Ernst des Lebens“ beginnt. Je nach Bundesland sind die Schultüten also schon ausgepackt, gepackt oder werden vorbereitet. Aber schon jetzt steht fest, was bundesweit in den bunten Papprollen landet(e): Zahnärzte dürfen sich freuen! Nachdem im letzten Jahr die Vernunft triumphierte und Schulutensilien die beliebtesten Einschulungsgeschenke waren, führen Süßigkeiten in diesem Jahr wieder die Liste der Gaben an ABC-Schützen an. Kein Wunder also, dass die Schultüte in manchen Regionen schlicht „Zuckertüte“ genannt wird.

Jugendsprache – ein Crashkurs

Von Jugendsprache habe ich „kP“ (keinen Plan). Ist ja auch „kD“ (kein Ding), wenn man ü-30 ist und manches nicht mehr rallt (versteht). Aber man will ja weder Nullchecker noch Noob sein, geschweige denn Vollsocke oder Volllampe. Also lerne ich eine weitere Fremdsprache: JUGENDLISCH. Gefühlte zwei Wochen bei Google und vier Bücher später kann ich nahezu perfekt glöken (Jugendsprache sprechen). Wie das geht, zeigt ein Crashkurs in fünf Lektionen.

Kinder an die (Einkaufs-)Macht

Ob montags bei Tengelmann, dienstags bei Edeka oder mittwochs bei Real… Kinder beeinflussen die Kaufentscheidungen ihrer Eltern. Und die unterschätzen die Einkaufsmacht der lieben Kleinen ganz gewaltig. Nicht nur die klassische „Quengelware“ landet auf Initiative der Kinder im Einkaufswagen – der Nachwuchs entscheidet zunehmend auch beim Handy-, Computer- und sogar beim Autokauf.

Inflationsausgleich beim Taschengeld

Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren haben durchschnittlich 27,56 Euro im Monat Taschengeld. Das sind 38 Cent mehr als im Vorjahr. Das ist ein Ergebnis der KidsVerbraucherAnalyse 2013 (KidsVA), die der Egmont Ehapa Verlag heute veröffentlicht. Mit dem etwas großzügigeren Taschengeld gleichen Eltern – bewusst oder unbewusst – in etwa die Inflationsrate aus. Um die Kaufkraft der Kinderzielgruppe braucht man sich nicht zu sorgen, zumal zusätzlich Bares lacht: an Weihnachten (durchschnittlich 80 Euro), zum Geburtstag (64 Euro) sowie bei einigen auch zu Ostern (25 Euro). Die Kids VA ist eine der größten Studien zum Konsum- und Medienverhalten der Kinder von 6 bis 13 Jahren. Befragt werden sowohl die Kids als auch ein Elternteil.

Angeber

Mein Handy ist cooler als Deins!
Womit kann man am besten angeben? Mit dem neuen Handy natürlich! Handy/Smartphone sind für Mädchen und Jungs in fast allen Altergruppen das Angeber-Accecoire Nummer 1: Für 41 Prozent der 6- bis 19-Jährigen sind sie das bei weitem wichtigste Statussymbol. Weit abgeschlagen auf den Plätzen 2 und 3 der Angeber-Liste rangieren Klamotten und Auto (jeweils 9 Prozent der Nennungen). Nur bei den 6- bis 9-jährigen Jungs hat das Fahrrad noch knapp die Nase vorn, bei den Mädchen dieser Altergruppe ist das Handy dagegen schon an der Angeber-Spitze. Auf den weiteren Plätzen aber folgen bei den jüngsten Mädchen Klassiker wie das Fahrrad, Barbie, Prinzessin Lillifee, der Hund und das eigene Zimmer. Irgendwie beruhigend, oder? Erhoben wurde das Ranking der beliebtesten Dinge zum Angeben von iconkids & youth im Trend Tracking Kids 2013.

Verräterische Tweets

Sage mir, was Du twitterst und ich sage Dir, wer Du bist! Das versprechen Sprachwissenschaftler der Universität Twente (Niederlande). Sie ermitteln mithilfe des Internetprogramms TweetGenie Geschlecht und Altersgruppe – mit einer Genauigkeit von 85 Prozent. Natürlich ohne Profil oder Foto des Absenders zu kennen. Zur Geschlechtsbestimmung werden Signalwörter wie „Bier“ oder „Fußball“ herangezogen, die – wen wundert´s – eher Männern zugeschrieben werden. Bei Frauen ist öfter von „Fingernägeln“ die Rede, sie fügen auch gerne ein „hihi“ ein, wenn sie etwas als lustig deklarieren wollen. Weitere Faustregeln: Jüngere Twitterer sprechen öfter von sich selbst, nutzen mehr Smileys und dehnen gerne Wörter (niiiiiiiice). Regelmäßige Tweets wie „ICH habe meine Fingernägel schööööööön ;-)“ müssten mich also mindestens zehn Jahre jünger machen. Zumindest auf Twitter. Tweets von Älteren enthalten dagegen eher längere Sätze, mehr Links und Hashtags. Basis des Programms ist die Studie „How Old Do You Think I Am? A Study of Language and Age in Twitter“. Wer TweetGenie ausprobieren will, muss allerdings (noch) holländischen Twitterern folgen: „Let op, ik begrijp alleen Nederlands! (only works for Dutch!)“, heißt es auf der Homepage tweetgenie.nl

 

Ich bin dann mal weg – bei Facebook

Ohne soziale Netzwerke geht nichts mehr. 97 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland sind in mindestens einem Netzwerk Mitglied – 86 Prozent der Mädchen und 94 Prozent der Jungs sind es beim unangefochtenen Spitzenreiter Facebook. Soweit, so bekannt. Angesichts rückläufiger Facebook-Nutzerzahlen in den USA hat sich der Bravo TrendMonitor die spannende Frage gestellt, ob junge Zielgruppen auch hierzulande dem Netzwerk den Rücken kehren. Die Antwort: Ja. Aber in (noch) sehr geringem Umfang. Doch warum gehen die Facebook-Aussteiger und wohin?

Von Mundhygiene-Werbung habe ich genug…

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Adriana (18), Maria (16) und Lisa (18)

Wir haben Teenager und Twens gefragt, was sie von Werbung halten. Heute geht es um die meistgehassten und die beliebtesten Spots. Doch zuerst ein aktuelles Ergebnis aus der Studie „Trend Tracking Kids 2013“ von iconkids & youth zur beliebtesten Fernsehwerbung: McDonald’s führt hier mit 13 Prozent Nennungen knapp vor Coca-Cola (12), gefolgt von Zalando (9 Prozent). Doch bei Zalando schreien in unserer Umfrage nicht alle Jugendlichen vor Glück.