Elke Löw

Wunschzettel sind nicht out

Schreibfaul? Nicht, wenn es um den Wunschzettel geht: Drei Viertel der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren haben dafür zu Buntstift oder Kugelschreiber gegriffen. Passend zu ihrer Weihnachtskampagne „Das schönste Geschenk ist, wieder zusammen zu sein“, hat die Telekom  GrundschülerInnen im Alter zwischen 6 und 10 Jahren zu ihren Wünschen befragt. 88 Prozent wünschen sich demnach endlich wieder zusammen Weihnachten zu feiern. „Viele konnten Pandemie-bedingt vergangenes Weihnachten nicht mit den Menschen verbringen, die sie lieben. Mehr denn je sehnen sich die Menschen wieder nach einem unbeschwerten Fest im Kreis der Liebsten“, sagt Ulrich Klenke, Markenchef der Deutschen Telekom.

Gebrauchte Geschenke zu Weihnachten

Fast die Hälfte der 18- bis 29- Jährigen in Deutschland würden auch gebrauchte Artikel oder B-Ware zum Fest verschenken. Nachhaltigkeit wird – weit vor dem Preis! – als wichtigster Grund genannt, um auch bei Weihnachtsgeschenken auf Gebrauchtes zurückzugreifen, so eine Umfrage im Auftrag von eBay Deutschland. Ältere sind weit weniger aufgeschlossen gegenüber Gebraucht-Geschenken.

Öko? Logisch?

Wie in allen anderen Altersgruppen, ist auch bei den 14- bis 29-Jährigen das ökologische Bewusstsein stärker ausgeprägt als entsprechende Verhalten. Klimaschutz endet oft an der eigenen Komfortzone.  Die Studie „Jugend in Deutschland – Winter 2021/22“ zeigt, dass die Jugend in Deutschland nicht so „grün“ ist, wie sie manchmal unter dem Eindruck von aktiven Umweltbewegungen wahrgenommen wird. Der Anteil der Befragten, die bereit sind, dauerhaft auf ein eigenes Auto oder auf Flugreisen zu verzichten, ist mit 19, respektive 27 Prozent, noch gering.

Generation Z achtet auf die Unternehmenskultur

Für die junge Zielgruppe ist die Unternehmenskultur bei der Wahl des künftigen Arbeitgebers ein sehr wichtiges Auswahlkriterium. 87 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsen achten darauf. Sie wünschen sich von einem Unternehmen vor allem: offenen Austausch, ein Miteinander auf Augenhöhe und Flexibilität. Diese drei Kriterien sind ihnen sogar wichtiger als das Einkommen.

Back to school – ENDLICH

95 Prozent der 6- bis 13-jährigen SchülerInnen in Deutschland können dem Beginn des neuen Schuljahres nach den Corona-Wirrungen etwas Positives abgewinnen. Nur fünf Prozent hätten noch gerne „länger Ferien zu Hause gemacht“ oder finden, dass es zuhause „schöner“ sei. Ein so deutliches Ergebnis, wie es sonst nur Diktatoren bei angeblich „freien“ Wahlen für sich verbuchen. Wer hätte vor der Pandemie gedacht, dass sich die Schule jemals so großer Beliebtheit erfreuen würde? Für O-Töne der Kids und Ergebnisse …

Bye bye, Volkspartei

Ginge es nach den jungen Wählern sähe der neue Deutsche Bundestag deutlich anders aus: In den Nachwahlbefragungen der Erstwähler von infratest dimap wäre die insgesamt viertplatzierte FDP sogar stärkste Partei (23 Prozent), dicht gefolgt von den Grünen (22 Prozent). Bei der etwas nach oben erweiterten Zielgruppe, den 18- bis 24-Jährigen (Quelle: Forschungsgruppe Wahlen), liegen FDP und Grüne gleichauf an der Spitze. KanzlerIn der Jungen wären also Annalena Baerbock oder Christian Lindner. Würden die Wahlen von den 18- bis 24-Jährigen entschieden hieße es: bye bye Volkspartei. 

Kids haben monatlich fast 26 Euro zur Verfügung

Die 6- bis 13-Jährigen in Deutschland bekommen derzeit eine Summe von insgesamt 1,14 Milliarden Euro als Geldgeschenke zum Geburtstag, zu Weihnachten etc.. Sie haben monatlich im Schnitt 25,81 Euro (Taschengeld) zur Verfügung, was einer Kaufkraft von1,72 Milliarden Euro entspricht. Vom Taschengeld profitieren vor allem die Süßwarenhersteller, aber auch die Kinderzeitschriften- und Comic-Verlage. Mehr Ergebnisse des Kinder Medien Monitors:

70 Stunden pro Woche online

16- bis 18-Jährige in Deutschland verbringen im Schnitt 70,4 Stunden pro Woche online. Die meiste Zeit davon entfällt – wenig überraschend – auf das Smartphone, das seinen ohnehin hohen Anteil noch weiter ausbauen kann. Bemerkenswert ist, dass die Internetnutzung über das Handy bei Mädchen deutlich zeitintensiver ausfällt als bei  Jungs: Die weiblichen Teenager verbringen im Schnitt fast 50 Stunden mit dem Smartphone (genau: 49,7 Stunden), die Jungs weniger als 40 Stunden (38,1 Stunden). Werbungtreibende müssen sich darauf einstellen, dass Laptop und stationärer PC bei der Onlinenutzung eine immer geringere Rolle spielen – von Jungs aber noch deutlich stärker genutzt werden als von Mädchen.

Instagram Reels jetzt bis 60 Sekunden

Mehr Zeit für Kreativität: Instagram Reels dürfen jetzt doppelt so lang sein – insgesamt eine Minute. Das hat das Unternehmen gestern auf Twitter vermeldet. Diese Nachricht ist vor allem für Unternehmen interessant, die mit entsprechenden Formaten auf TikTok und YouTube Shorts arbeiten: Sie können Material von bis zu 60 Sekunden jetzt einfach auch bei Instagram hochladen – Inhalte-Recycling eben. Das vor einem Jahr gestartete Instagram Reels ähnelt TikTok – was dem Konzern einige Häme. Mit der Neuerung gibt’s jetzt eine weitere Ähnlichkeit.