Elke Löw

Politisch pessimistisch

Die niedrige Wahlbeteiligung insbesondere junger Wähler wird gerne kritisiert. Die Vodafone-Stiftung Deutschland liefert in ihrer neuen Studie wohl den Hauptgrund des mangelnden Interesses an Wahlen: Demnach stimmen 58 Prozent der 14- bis 24-Jährigen der Aussage zu: „Es ändert sich nichts, egal wer regiert“. Weniger als ein Drittel der jungen Zielgruppe (29 Prozent) hat das Gefühl, Politik beeinflussen zu können.

51 Prozent haben E-Scooter ausprobiert

Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Menschen in Deutschland sind schon einmal mit einem E-Scooter gefahren. Kleine, aber verständliche Schizophrenie am Rande: 70 Prozent der 16- bis 29-Jährigen ärgern sich über Tretroller, bei denen man nicht treten muss, weil sie häufig Rad- oder Fußwege verstopfen. Dennoch wünschen sich 69 Prozent der jungen Zielgruppe eine Förderung der E-Scooter durch die Politik (vor allem außerhalb der großen Städte).

Millennials sorgen sich stärker um die Zukunft

Der heute erschienene 11. Deloitte Global 2022 Gen Z & Millennial Survey (früher nur: Deloitte Millennial Survey) zeigt, dass die jüngeren Generation weltweit betrachtet deutlich pessimistischer in die Zukunft blickt als früher. Besorgt sind die GenZ und die Millennials aus 46 Ländern vor allem wegen steigender Lebenshaltungskosten – der Klimawandel steht erst auf Rang 2 ihrer größten Sorgen. Diese Entwicklung dürfte sich unterdessen noch verstärkt haben – Effekte des Krieges in der Ukraine spiegelt die im Januar 2022 abgeschlossene Befragung naturgemäß noch nicht wider.

Produktinfos von Family & Friends

Empfehlungen von Freunden und Familie sind – mit 61 Prozent und 63 Prozent der Befragten – bei der Suche nach Informationen zu Produkten und Dienstleistungen nach wie vor die wichtigste Quelle für die Gen Z und Gen Y. Influencer sind, zumindest was Produktinfos angeht, weit weniger gefragt.

Kundenbewertungen – Gen Z fühlt sich nicht ernst genommen

Alle reden von Customer Experience (CX). Bonsai Research hat in seiner aktuellen Studie diejenigen befragt, die das Thema wirklich betrifft: die Konsumenten. Erste Ergebnisse: Die Hälfte der Gen Z ist von den vielen Bewertungsanfragen genervt. Und nur noch nur 48 Prozent der Teenager und Twens glauben, dass Unternehmen ihre Bewertungen ernst nehmen. 

Jugend in der Pandemie Teil 3 – Wo das Geld knapp ist, sind die Probleme größer

Die JuCo III-Studie ist heute erschienen. Die mittlerweile dritte Befragung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Corona-Zeit (dieses Mal 6.000 Befragte) zeigt die Entwicklungen seit Beginn der Pandemie. Zwei positivere, wenn auch wenig erstaunliche Nachrichten: Der Anteil der Jugendlichen, die wieder ihren Hobbies nachgehen können, hat sich erhöht. Positiv vermerken einige Jugendliche auch, dass ihre Schulen nun digital besser ausgestattet seien. Was man sonst noch erwarten konnte, geschah leider auch: Wo das Geld knapp ist, sind die Probleme der Jugendlichen in der Pandemie größer. 

E-Sports – der neue Traumjob der Kids

Dass 45 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland später gerne im E-Sports-Bereich arbeiten würden, ist wenig überraschend. In der Steinzeit des Internets wollte man halt „was mit Medien“ machen, vorgestern Superstar werden und gestern Influencer. Jetzt eben E-Sportler. Oder Eventmanager, Moderator, Marketer, Influencer in diesem Bereich. Erstaunlicher ist: Knapp die Hälfte (46 Prozent) der Eltern würden die E-Sports-Karrierepläne ihres Nachwuchses uneingeschränkt unterstützen. 

Öko? Logisch?

Wie in allen anderen Altersgruppen, ist auch bei den 14- bis 29-Jährigen das ökologische Bewusstsein stärker ausgeprägt als entsprechende Verhalten. Klimaschutz endet oft an der eigenen Komfortzone.  Die Studie „Jugend in Deutschland – Winter 2021/22“ zeigt, dass die Jugend in Deutschland nicht so „grün“ ist, wie sie manchmal unter dem Eindruck von aktiven Umweltbewegungen wahrgenommen wird. Der Anteil der Befragten, die bereit sind, dauerhaft auf ein eigenes Auto oder auf Flugreisen zu verzichten, ist mit 19, respektive 27 Prozent, noch gering.

Wunschzettel sind nicht out

Schreibfaul? Nicht, wenn es um den Wunschzettel geht: Drei Viertel der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren haben dafür zu Buntstift oder Kugelschreiber gegriffen. Passend zu ihrer Weihnachtskampagne „Das schönste Geschenk ist, wieder zusammen zu sein“, hat die Telekom  GrundschülerInnen im Alter zwischen 6 und 10 Jahren zu ihren Wünschen befragt. 88 Prozent wünschen sich demnach endlich wieder zusammen Weihnachten zu feiern. „Viele konnten Pandemie-bedingt vergangenes Weihnachten nicht mit den Menschen verbringen, die sie lieben. Mehr denn je sehnen sich die Menschen wieder nach einem unbeschwerten Fest im Kreis der Liebsten“, sagt Ulrich Klenke, Markenchef der Deutschen Telekom.

Gebrauchte Geschenke zu Weihnachten

Fast die Hälfte der 18- bis 29- Jährigen in Deutschland würden auch gebrauchte Artikel oder B-Ware zum Fest verschenken. Nachhaltigkeit wird – weit vor dem Preis! – als wichtigster Grund genannt, um auch bei Weihnachtsgeschenken auf Gebrauchtes zurückzugreifen, so eine Umfrage im Auftrag von eBay Deutschland. Ältere sind weit weniger aufgeschlossen gegenüber Gebraucht-Geschenken.