Automobil

Selbstfahrend oder selbst fahren?

Schon die Einparkhilfe ist gewöhnungsbedürftig. Hände vom Lenkrad und das Auto steuern lassen? Das verlangt ein gewisses Maß an Vertrauen in die Technik. Und wie soll das erst beim wirklich selbstfahrenden Auto werden, sorgen sich vor allem Ältere. Jüngere Konsumenten haben deutlich weniger Probleme, die Technik ans Steuer zu lassen. Doch sind sie die richtige Zielgruppe für autonome Automobile?

Statussymbol Auto – ein Auslaufmodel

Um vorherzusagen, dass das Auto als Statussymbol aus der Mode kommt, muss man kein Prophet sein. Schadet aber auch nicht, hat sich die US-Beratungsfirma „Prophet“ offenbar gedacht und eine einschlägige Studie aufgelegt. Die kommt zu der Erkenntnis, dass in jungen Zielgruppen das Smartphone dem Auto den Rang als beliebtestes Renommierobjekt abgelaufen hat.

Junge Autokäufer setzen auf alternative Antriebe

Gute Nachrichten für die Automobilhersteller: Die Generation Y (19 bis 31 Jahre) könnte umweltfreundlichen Antrieben zum Durchbruch verhelfen. Für einen Großteil der jungen potenziellen Autokäufer sind alternative Techniken wie Hybrid- oder Elektromotoren ernst zu nehmende Optionen beim Autokauf, so eine internationale  Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte.

Autoliebe rostet (doch) nicht

Gute Nachrichten für die Automobilhersteller. Dem Trend zum Carsharing zum Trotz steht bei 94 Prozent der 18- bis 24-Jährigen das eigene Auto weiterhin hoch im Kurs. Nur sechs Prozent betrachten es als nicht mehr zeitgemäß. Wer kein eigenes Auto fährt, hat sich überwiegend aus wirtschaftlichen Erwägungen dagegen entschieden. Nur für 14 Prozent der Nicht-Automobilisten spielt der Schutz der Umwelt eine Rolle. Und wohin steuert die automobile Jugend sonst?

Traumautos und Autoträume

Five cars to drive before you die? Die Frage „Welche Autos wollen Sie im Leben unbedingt noch fahren/ausprobieren?“ stellten TNS Infratest und mobile.de auch der jungen Zielgruppe. Geld spielte dabei keine Rolle, entsprechend hochfliegend (und meist auch schnell) fallen die automobilen Träume der unter 29-Jährigen aus: Sie setzen Ford Mustang und Audi R8 auf die ersten beiden Plätzen, gefolgt von Lamborghini Aventador und Bugatti Veyron. Der reiferen Jugend (Altersgruppe 50 plus) würde schon ein VW Golf oder das BMW 1er M Coupé zum Autoglück reichen.

Teilen ist das neue Haben

Ein Fünf-Minuten-Spaziergang durch München genügt, um zu wissen, dass die New York Times recht hat: Shareconomy wird einer der wichtigsten Wirtschaftstrends. Mein Auto könnte ich jedenfalls dank Car Sharing getrost abschaffen. Im Münchner Uni-Viertel kommen auf 500 Meter Strecke fünf Autos, die ich theoretisch teilen könnte – von C-Smart (car2go) und Citroën DS3 (Flinkster) über Mini und BMW X1 (beide DriveNow) bis zum Fiat Doblò (Stattauto). Auch auf mein Fahrrad könnte ich zugunsten eines Nextbike und mehrerer Call-a-bikes im Drahtesel-Bedarfsfall eigentlich verzichten. Und schon gehöre ich zu den 85 Prozent der Internetnutzer, die dem Teilen von Dingen grundsätzlich offen gegenüber stehen.

Kinder als Autokunden

Sie haben noch keinen Führerschein, sind zum Teil noch nicht einmal dem Kindersitz entwachsen. Trotzdem bestimmen Kinder und Jugendliche kräftig mit, wenn ihre Eltern sich ein neues Auto zulegen. Erfahrene Autoverkäufer wissen: Mit der jungen und jüngsten Zielgruppe sollte man sich beim Familien-Ereignis Autokauf gut stellen. Bezahlt wird der neue Wagen zwar von Mama und Papa – bei Marke, Modell und Ausstattung aber wird Kindern und Jugendlichen eine Menge Mitsprache eingeräumt.