Als ob die Autohersteller im Moment nicht genug Probleme hätten: Jetzt haben sie noch eines mit Frauen, vor allem mit den jüngeren. Die nämlich kaufen immer weniger Neuwagen.
Die Frauenquote bei privaten Neuwagenkäufern sank im ersten Halbjahr auf 32 Prozent, so das Center of Automotive Research (CAR) der Uni Duisburg-Essen. Und die wenigen Frauen, die sich ein Auto kaufen, werden immer älter: Waren 2006 noch fast 44 Prozent der Neuwagenkäuferinnen jünger als 45, sind es weniger als 30 Prozent. Ferdinand Dudenhöfer, Direktor des CAR, nennt in der  Zeitschrift Absatzwirtschaft vier Gründe für die Kaufzurückhaltung junger Frauen: Die Autobauer vermarkten immer stärker junge Gebrauchtwagen (was Frauen anspricht). Das Automarketing allgemein wendet sich nicht an Frauen, Carsharing wächst und die Vertriebssysteme sind antiquiert. „Das Autohaus liegt im Gewerbegebiet, Autos stehen dort in monotoner Reihe und Verkäufer warten mit dem Auftragsblock. Das wirkt wie zum Zahnarzt gehen“, so Dudenhöfer. Das schrecke vor allem junge Frauen ab.
P.S.: Die einzige Marke, die es schafft, mehr Neuwagen an Frauen zu verkaufen, ist Mini (Frauenquote : 51,4 Prozent).