Alle werden älter. Sogar die Millennials. Vor wenigen Jahren zählten zu dieser Zielgruppe noch pubertierende Teenager. Mittlerweile sind die zwischen 1980 und Ende der 90er Jahre Geborenen aus dem Gröbsten raus, was man bei einer aktuellen Studie mit dem Titel #MeetTheMillennials im Hinterkopf behalten sollte. Die heute 22- bis 37-Jährigen finden Werbung vor allem dann okay, wenn sie „skippable“ ist, also übersprungen werden kann (81 Prozent). Werbung wird akzeptiert, wenn sie kurz (78 Prozent) und unaufdringlich ist (75 Prozent). Fast zwei Drittel der Befragten erwarten – wenn sie sich schon Werbung ansehen – eine Gegenleistung in Form von Gratis-Content. 

Dass die Millennials bei Werbung offenbar nur an Online-Werbespots denken, ist wenig überraschend. Schließlich nutzen von den 1.058 Befragten 87 Prozent täglich das Internet, aber nur knapp die Hälfte hört ebenso regelmäßig Radio. 22- bis 37-Jährige, die jeden Tag zur gedruckten Zeitung greifen (elf Prozent) sind – mediennutzungstechnisch betrachtet – ein Randgruppe.

Die Ergebnisse stammen aus der aktuellen Studie #MeetTheMillennials von Ipsos Connect, für die neben Millennials auch die Generation Z (die 14- bis 21-Jährigen) befragt wurde. Je jünger, desto aufgeschlossener für technische Innovationen: Knapp zwei Drittel der Millennials (62 Prozent) und 68 Prozent der Gen Z glauben, dass neue Technologien mehr Chancen als Risiken bieten.

Virtual Reality ist den jungen Zielgruppen bekannt (Millennials: 89 Prozent / Gen Z: 88 Prozent) und findet beispielsweise im Gaming bereits Anwendung. Künstliche Intelligenz ist knapp acht von zehn Befragten beider Generationen ein Begriff und mehr als die Hälfte weiß, was Augmented Reality ist (Millennials: 57 Prozent / Gen Z: 63 Prozent).

Technische Hilfsmittel wie Sprachassistenten stehen bei den jungen Konsumenten hoch im Kurs. Immerhin ein Drittel der jüngeren Gen Z (33 Prozent) und knapp ein Viertel der Millennials (23 Prozent) nutzen Sprachassistenten wie Apples Siri oder Google Now auf ihrem Smartphone. Auch digitale Helfer für den Hausgebrauch wie Alexa von Amazon oder Google Home stoßen auf das Interesse der Zielgruppen. Bereits knapp die Hälfte (45 Prozent) der Gen Z kennt oder verwendet einen solchen Lautsprecher. Bei den Millennials trifft das auf ein Drittel (34 Prozent) der Befragten zu. Nach der massiven Werbung im Weihnachtsgeschäft dürften diese Geräte mittlerweile aber deutlich bekannter sein.

Die Online-Befragung für die Ipsos-Studie #MeetTheMillennials wurde bereits zwischen dem 8. und 14. September 2017 durchgeführt. Befragt wurden 1.500 Personen im Alter zwischen 14 und 37 Jahren in Deutschland.