Für 81 Prozent von Deutschlands Uni-Absolventen stehen Familie und Freunde im Leben klar an erster Stelle. Erfolg und Karriere zählen nur 54 Prozent zu den wichtigsten Werten und Zielen. Damit hat das persönliche Umfeld noch an Bedeutung gewonnen: Vor zwei Jahren hatten nur 71 Prozent der Studierenden Family & Friends eine so große Bedeutung zugewiesen. Das hat Folgen für die künftigen Arbeitgeber, denn die Mobilität der potenziellen Nachwuchskräfte nimmt ab: Die Hälfte der befragten Absolventen will für ihren künftigen Arbeitsplatz nicht umziehen. 

Und 36 Prozent halten es für wichtig, dass ihr künftiger Arbeitgeber seinen Sitz zumindest in einem Ballungsgebiet hat. Da tun sich selbst Champions, die nicht mehr „hidden“ (aber noch in der Provinz angesiedelt sind) schwer, Jung-Akademiker zu gewinnen.
Vor allem eine kollegiale Arbeitsatmosphäre (62 Prozent), die Förderung der Work-Life-Balance (59 Prozent) und Karrieremöglichkeiten (57 Prozent) wünschen sich die Absolventen von ihrem zukünftigen Arbeitgeber.
Hedonismus kann man den studierten Millennials indes nicht vorwerfen: Reichtum halten nur neun Prozent für ein erstrebenswertes Ziel. Und lediglich drei Prozent wollen das Leben richtig genießen und wünschen sich entsprechend viel Zeit und Geld für Genuss und Konsum.
An der Absolventenstudie 2017 des Kienbaum Institut@ISM für Leadership & Transformation haben 270 Besucher des Absolventen-Kongresses teilgenommen. Das Durchschnittsalter der Befragten betrug 26 Jahre (etwa die Hälfte studierte Wirtschaftswissenschaften). Die neue Absolventenstudie baut auf der Vorläuferstudie von 2015 mit rund 600 Befragten auf.

 

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