German Angst in der Generation Z

In Deutschland ist sowohl bei den Millennials (Jahrgang 1983 bis 1994) als auch in der nachfolgenden Generation Z (Jahrgang 1995 bis 2002) ein Pessimismus zu beobachten, der weit über dem globalen Durchschnitt liegt und seit dem Vorjahr signifikant zugenommen hat. Zu diesem Ergebnis kommt der achte Deloitte Millennial Survey, der heute veröffentlicht wurde.

Die „German Angst“ ist RealitätNur zehn Prozent der Millennials und sogar nur sieben Prozent der Generation Z glauben an eine Verbesserung der Lage bei sozialen und politischen Themen innerhalb des nächsten Jahres. Das Vertrauen auf eine verbesserte wirtschaftliche Situation sank signifikant auf 13 Prozent bei Millennials und 14 Prozent in der Generation Z – 2018 lag der Wert bei den Millennials noch bei 35 Prozent.

„Trotz globalen wirtschaftlichen Wachstums und vielfältigeren Chancen dank Digitalisierung sind jüngere Generationen zunehmend besorgt über den Zustand der Welt und über ihren Platz darin“, erklärt Nicolai Andersen, Leiter Innovation bei Deloitte: „Wenn die Generationen, die die Zukunft schultern müssen, sich so skeptisch zeigen, ist das ein deutliches Warnsignal – sowohl für Unternehmen, sich stärker auf die veränderten Bedürfnisse einzustellen, als auch an die Politik, die die Weichen für eine Verbesserung der Situation stellen muss.“

Sorge Nummer eins ist der Klimaschutz:Wie auch die Bewegung „Fridays for Future“ zeigt, ist der Klimaschutz die größte Sorge der jungen Generationen in Deutschland. Je rund ein Drittel der Millennials und der Generation Z geben an, darüber am meisten beunruhigt zu sein. Darauf folgt Besorgnis wegen Terrorismus, die mit 29 Prozent Nennungen im Vergleich zum Vorjahr allerdings um zehn Prozentpunkte gesunken ist. Auch die Angst vor politischer Instabilität und Krieg ging leicht zurück.

Millennials in Deutschland sind treue Arbeitnehmer: Der Anteil der wechselwilligen Millennials liegt mit 42 Prozent unter dem weltweiten Durchschnitt. 37 Prozent der Millennials sehen sich sogar länger als die kommenden fünf Jahr bei ihrem jetzigen Arbeitgeber. Doch auch alternative Arbeitsformen etablieren sich. Gerade bei der Generation Z steht die Gig-Economy hoch im Kurs: 81 Prozent können sich eine rein auftragsgebundene Anstellung vorstellen.

Die Arbeitswelt der Zukunft erfordert neue Kompetenzen. 76 Prozent der Millennials in fester Anstellung hierzulande würden von sich sagen, die nötigen Skills mitzubringen. Im internationalen Vergleich sind die deutschen Millennials weniger besorgt, dass es im Zuge der digitalen Transformation schwieriger wird, einen Job zu finden. Die jüngere Generation Z ist diesbezüglich skeptischer. 

Ambivalentes Verhältnis zu Social  Media: Mehr als die Hälfte der Millennials und der Generation Z hierzulande glaubt, dass eine Reduktion ihres Social-Media-Konsums sie gesünder und glücklicher machen würde. Dennoch wären je rund 40 Prozent besorgt, wenn sie für ein oder zwei Tage keinen Zugang zu ihren Profilen hätten.

„Millennials und die Generation Z sind in Zeiten radikaler Veränderungen in unserem täglichen Leben aufgewachsen. Diese Unsicherheit spiegelt sich in ihren Ansichten über Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wider. Wenn wir wollen, dass diese jungen Generationen der Zukunft optimistischer entgegenblicken, müssen Unternehmen die für sie wichtigen Themen angehen – oder sie riskieren es, diese Talente an Unternehmen zu verlieren, die das tun“, so Nicolai Andersen.

Die achte Ausgabe des Deloitte Millennial Survey zeichnet das Bild junger Generationen, die immer pessimistischer in die Zukunft blicken. Deloitte hat dazu in Deutschland 800 und international über 16.400 Unter-40-Jährige befragt.

– Über den Deloitte Millennial Survey 2017 berichteten wir HIER.

– Über den Deloitte Millennial Survey 2016 berichteten wir HIER.

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