Junge Frauen fühlen sich in der Arbeitswelt heute stärker benachteiligt als zu Beginn dieses Jahrzehnts. 28 Prozent der weiblichen Millennials glauben, dass Männer im Job bevorzugt würden. 2011 waren nur 16 Prozent dieser Meinung. Auch in Deutschland ist die „gefühlte“ Diskriminierung aktuell besonders ausgeprägt. 

Vor allem in den westlichen Gesellschaften sehen sich Frauen immer noch oder sogar wieder stärker benachteiligt. In Deutschland sind es 36 Prozent, in Großbritannien 38, in den USA 40 und in der Schweiz sogar 46 Prozent. Deutlich seltener wird eine Benachteiligung in asiatischen Ländern wie Malaysia (acht), Hongkong (neun) oder Indien (14 Prozent) empfunden. Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis: Ein Fünftel der weltweit befragten Frauen gab zu Protokoll, sie selbst seien in einem Bewerbungsverfahren schon Opfer von Geschlechterdiskriminierung geworden.

Die Ergebnisse zur Diskriminierung entstammen einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 4.792 Angestellten weltweit – davon gut 80 Prozent weiblich.

Firmenchefs tragen an der Verschlechterung in Sachen Geschlechtergleichheit ihrer Meinung nach übrigens keine Schuld. Zumindest ist ihnen das Thema wichtig: In der Studie PwC Global CEO Survey gaben 87 Prozent der befragten Vorstandschefs an, Diversity und Inklusion seien in ihrem Unternehmen Chefsache. Vor zwei Jahren waren es erst 64 Prozent.

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