Neue Tourismus-Studien: Pünktlich zur ITB überschlagen sich – wie jedes Jahr – die Meldungen zum tatsächlichen und vermeintlichen Reiseverhalten der Bundesbürger. Hier einige touristische Fakten aus dem ADAC Reise-Monitor: Die junge Zielgruppe urlaubt kürzer und intensiver. Die 18- bis 29-Jährigen sind auf ihrer Hauptreise im Schnitt zwölf Tage unterwegs (im Vorjahr war es noch ein halber Tag länger). 

Zum Vergleich: Über 60-Jährige nehmen sich für die „großen Ferien“ fast drei Tage mehr (14,8 Tage) Zeit.

Für ihre Haupt-Urlaubsreise haben die 18- bis 29-Jährigen 2016 laut ADAC Reise-Monitor im Durchschnitt 1.759 Euro ausgegeben. Den Wiederholungstätern unter unseren geneigten Lesern mag diese Summe etwas hoch erscheinen, hatten wir doch gerade erst berichtet, dass 14- bis 34-Jährige laut der Tourismusanalyse des Instituts für Zukunftsfragen im Schnitt 1.000 Euro für die schönste Zeit des Jahres aufwenden. Des Rätsels Lösung ist kein Widerspruch in sich, sondern nur eine andere Fragestellung: Während der ADAC-Reise-Monitor die Kosten für alle aus dem Haushalt mitreisenden Personen schätzen ließ, ging es in der Tourismusanalyse nur um das Budget, das der Einzelne für den Urlaub verbrät.

Eine weiterer Aspekt der ADAC-Studie: Die Angst vor Terror wirkt sich deutlich auf das Reiseverhalten aus. Allerdings am stärksten auf das der Älteren. Während „nur“ 66 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sagen, dass sie nach Anschlägen Fernreisen in gefährdete Länder meiden, sind es bei den 50- bis 59-Jährigen sage und schreibe 89 Prozent.

Für den ADAC Reise-Monitor 2017 befragte das Meinungsforschungsinstitut Kantar TNS im Auftrag des ADAC Verlags ADAC-Mitglieder. Die Umfrage fand zwischen dem 25. November und dem 15. Dezember 2016 statt und ist repräsentativ für ADAC-Mitglieder, die zumindest gelegentlich das Internet nutzen. Also für immerhin 18 Millionen Menschen. Damit dürften die Ergebnisse durchaus für die Gesamtheit der Autofahrer in Deutschland gelten.

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