Bei 25- bis 34-Jährigen hat das Festnetztelefon beinahe ausgedient: 20 Prozent haben gar keins mehr und weitere 41 Prozent nutzen das (noch?) vorhandene kaum oder gar nicht, so eine aktuelle YouGov-Umfrage. Erst ab 35 übersteigt die Zahl der Festnetznutzer die der Nicht-Nutzer. Bald wird wohl nur noch die Generation Mondscheintarif (für die Jüngeren: das waren günstigere Ferngespräche ab 22 Uhr für „nur“ 23 Pfennige pro Minute) zu den immobilen Telefonen greifen.

Die YouGov-Zahlen decken sich in etwa mit denen des Statistische Bundesamts, wonach nur noch zwei Drittel der 18- bis 24-Jährigen einen Festnetzanschluss zu Hause haben. Grund für den Niedergang der Festnetztelefonie ist übrigens nicht nur die flächendeckende Verbreitung von Mobiltelefonen. Hinzu kommt die wachsende Beliebtheit von Kurznachrichten. Warum reden, wenn man auch simsen kann? 80 Prozent der jungen Zielgruppe  (18 bis 24 Jahre) gaben bei YouGov zu Protokoll „Ich kommuniziere lieber per Mail oder Kurznachricht (SMS, WhatsApp) als per Telefon“. Auch bei den etwas Älteren (25 bis 44 Jahre) gibt eine satte Zwei-Drittel-Mehrheit dem getippten Wort den Vorzug. Nur die über Fünfzigjährigen greifen noch lieber zu Hörer und Handy, um ganz klassisch zu telefonieren.