Christian von Reventlow, Innovationschef der Deutschen Telekom, erklärt bei jugendvonheute.de, was die „Generation Internet“ ausmacht, wie sie tickt und was uns zukünftig erwartet. Vom Ende des Smartphones und einer Aufmerksamkeitsspanne von acht Sekunden …

„Digital Natives“ – das sind Kinder und Jugendliche, die in einer Online-Welt aufgewachsen sind. Und die sich ein Leben ohne Social Media, Apps und ständige Erreichbarkeit kaum vorstellen können. Digitale Ureinwohner sozusagen.

Für uns als Telekom ist es entscheidend, möglichst früh die Trends von Morgen zu erkennen, denn wir müssen jetzt wissen, welche Services und Produkte zukünftig entscheidend sind, damit wir unsere Netze dementsprechend ausrichten und ausbauen können.

Deshalb haben wir insgesamt 273 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren und aus fünf Nationen befragt (Deutschland, Niederlande, Schweden, Singapur und Südkorea), wie sie sich ihr Leben in zehn Jahren vorstellen könnten. Eine besonders kreative Form bot dabei die Design-Thinking Methode, bei der die Teilnehmer ihre Zukunftsszenarien im wahrsten Sinne des Wortes selbst gebastelt haben. Mich hat sehr beeindruckt, dass neben Erfindergeist und Technikaffinität bereits auch ein Gespür für digitale Verantwortung erkennbar wurde. So sehen Kinder und Jugendliche das Internet und die Möglichkeit, jederzeit und überall online zu sein, als grundlegendes Menschenrecht an.

Es wurden aber auch Unterschiede zwischen Digital Natives in Deutschland und in anderen Ländern deutlich: Im Unterschied zu Kindern und Jugendlichen aus anderen Ländern äußern deutsche Digital Natives mehr Bedenken hinsichtlich einer totalen Vernetzung. Es besteht durchaus Angst vor Datenmissbrauch und Computern, die ihre Gefühle kennen oder gar leiten.

Eines jedoch besitzt die junge Generation grenzüberschreitend nicht: Geduld. Bei den Workshops wurde deutlich: Gerade mal acht Sekunden beträgt die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne.

Und auch sind sich die Jugendlichen einig, dass die Tage des Smartphones gezählt sind: Für 61 Prozent bedeuten am Körper getragene Technologien das Ende des Smartphones. 76 Prozent können sich vorstellen, künftig eher Kontaktlinsen zu tragen und 60 Prozent erwarten den Vormarsch smarter Kleidung.

Insgesamt hat mich der Blick in die Welt von Morgen sehr beeindruckt und es wird spannend bleiben, wie die Zukunft wirklich aussehen wird. Ich freue mich darauf!

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