… Co-Working hingegen nicht. Junge urbane Arbeitnehmer wollen am liebsten in einem Zweier-Büro sitzen oder ein Büro ganz für sich allein haben (jeweils 27 Prozent). Und 30 Prozent der 17- bis 28-Jährigen wünschen sich ein Home Office. Flexible Arbeitsplätze im Großraum? Damit können Unternehmen keinen Blumentopf – und gerade mal 14 Prozent der jungen Arbeitnehmer – gewinnen. 

Die junge Zielgruppe wünscht sich vor allem Ruhe, um konzentriert arbeiten zu können – und einen eigenen, festen Arbeitsplatz. Das hochgepriesene Co-Working im Großraum ruft unter den Befragten nicht nur wenig Begeisterung hervor, die Hälfte von ihnen kann mit dem Kunstbegriff gar nichts anfangen. „Co-Working ist tot“, lautet daher die These von Gregor Gebhardt, Vorstand des Workspace-Vermieters Friendsfactory, der die Studie in Auftrag gegeben hat. Auch ans Home Office glaubt Gebhardt nicht: „Die Generation Y hat eine romantische Vorstellung vom Home-Office. Da viele negative Erfahrungen in schlecht gestalteten Großraumbüros gemacht haben, glauben sie, Arbeiten von zu Hause aus sei die Lösung für effizientes, konzentriertes Arbeiten.“ Das sieht Gregor Gebhardt nicht nur aufgrund der Studie, sondern auch qua Funktion natürlich anders: „In Zukunft wird es wichtiger denn je, Beruf und Privatleben zumindest räumlich zu trennen“, erklärt er. Der perfekte Arbeitsplatz sei für ihn die Kombination aus eigenem Büro mit einer guten Infrastruktur und Allgemeinflächen. Das bestätigt auch die Studie: Für den Austausch mit Kollegen wünschen sich 70 Prozent der Befragten einen Aufenthaltsraum und 65 Prozent Gemeinschaftsflächen.

Befragt wurden 1.020 Personen zwischen 17 und 28 Jahren, die in deutschen Großstädten ab 100.000 Einwohnern leben und den überwiegenden Teil ihrer Arbeitszeit im Büro, in einer Bürogemeinschaft oder im Home Office verbringen. Die Umfrage zu Einstellungen zum Arbeitsplatz wurde Anfang 2017 im Auftrag der Friendsfactory AG von der Hamburger United Research online durchgeführt. Friendsfactory bietet seit 2004 Büroräume und Shared-Desks mit flexiblen All Inclusive-Verträgen an.