Erstes Appetithäppchen aus der JIM-Studie, die am 25. November veröffentlicht wird. Sie bestätigt die rasant steigende Nutzung von Snapchat und Instagram: Mehr als die Hälfte der zwölf- bis 19-Jährigen (51 Prozent) nutzt Instagram mehrmals pro Woche. Knapp dahinter liegt im Ranking der Kommunikationsdienste Snapchat mit 45 Prozent regelmäßigen Nutzern, gefolgt von Facebook (43 Prozent). Nur WhatsApp, ohne das kaum ein Teenager mehr auskommt (95 Prozent), schlägt die drei Social Media-Anwendungen. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen Mädchen und Jungs. 

Sowohl Instagram (regelmäßige Nutzung Mädchen: 60, Jungs: 44 Prozent) als auch Snapchat (Mädchen: 55, Jungs: 36 Prozent) sind deutlich „weiblicher“, während es bei WhatsApp und Facebook zwischen den Geschlechtern kaum Unterschiede gibt.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte insbesondere Snapchat mit 45 Prozent regelmäßigen Nutzern (Vorjahr 31 Prozent) seine Position im Medienalltag der Jugendlichen weiter ausbauen. Auch bei Instagram (plus sieben Prozentpunkte) und WhatsApp (plus sechs) ist der Anteil regelmäßiger Nutzer unter den Jugendlichen gestiegen. Facebook dagegen verliert deutlich (2016: 43 Prozent, 2015: 51 Prozent).

Die Detailbetrachtung im Altersverlauf zeigt, dass die Relevanz von Social Media-Plattformen auch vom Alter der Jugendlichen abhängt. Instagram verzeichnet die meisten regelmäßigen Nutzer bei den 14- bis 15-Jährigen, Snapchat wird erst ab etwa 14 Jahren interessant. Facebook hat für die Jüngeren kaum noch Bedeutung, ist bei den 18- bis 19-Jährigen als Kommunikationsmedium aber immer noch stark im Medienalltag verankert.

Die renommierte JIM-Studie – Jugend, Information, (Multi-)Media – wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Für die Befragung wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren im Frühsommer 2016 telefonisch befragt.

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