Schlechte Bewertung – weniger Bewerber

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht doch was Besseres findet – das gilt mittlerweile nicht nur für die Partner-, sondern auch für die Jobsuche. Fast jeder fünfte Social-Media-Nutzer, der im Internet auf Jobsuche geht, hat sich schon einmal gegen ein Stellenangebot entschieden, weil das Unternehmen im Internet schlecht bewertet wurde. 

Besonders beliebt ist die Jobsuche im Netz bei der jungen Zielgruppe: 73 Prozent der Social-Media-Nutzer im Alter von 20 bis 29 Jahren und 74 Prozent der 30- bis 39-Jährigen suchen im Internet nach Stellenangeboten. Unter allen befragten Social Media-Nutzern ab 14 Jahren sind Online-Stellenbörsen (wie Jobscout oder Stepstone) die beliebtesten Anlaufstellen für die Jobsuche (70 Prozent), gefolgt vom Online-Portal der Bundesagentur für Arbeit (63 Prozent). Rund ein Drittel greift auf die Online-Stellenmärkte der Tageszeitungen, aber nur 29 Prozent direkt auf die Karriereportale der Unternehmen zu. Per Xing begeben sich 19 Prozent auf Jobsuche. Facebook (neun Prozent) und LinkedIn (fünf Prozent) landen bei der Suche nach beruflichen Perspektiven nur unter ferner liefen.

Dennoch ist Reputationsmanagement Pflicht für Unternehmen, wenn sie gute Bewerber akquirieren wollen: Denn die Social-Media-Nutzer auf Jobsuche informieren sich im Web auch über den Ruf des Unternehmens. Ist der schlecht, haben schon 19 Prozent Stellenangebote deshalb abgelehnt. Das zeigt die Online-Befragung  Social Media-Atlas 2015/2016 der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna.

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