Prof. Peter Wippermann bringt bei jugendvonheute.de auf den Punkt, wie Kinder sich die Zukunft des Einkaufens vorstellen – und zeigt, wie dies den Handel prägen wird:
Wer sich mit der Zukunft beschäftigt, ist gut damit beraten, diejenigen direkt mit einzubeziehen, die diese Zukunft als junge Erwachsene mitgestalten werden. In unserem Fall – der QVC-Zukunftsstudie Handel 2036 – haben wir deshalb Mädchen und Jungs zwischen 10 und 13 Jahren zu mehreren Workshops geladen. Um mehr darüber zu erfahren, was Einkaufen für sie bedeutet. Ob es für sie einen Unterschied zwischen Einkaufen und Shoppen gibt; welche Rolle Technik in ihrem Leben spielt; und ob sie sich vorstellen können, wie die Shoppingwelt in 20 Jahren aussehen könnte.

Die Ergebnisse waren verblüffend: Nicht nur, dass diese Kinder extrem reflektiert über ihren Alltag berichten konnten, hatten sie darüber hinaus auch ganz präzise Vorstellungen, wie sich automatische Bezahlsysteme, maßgefertigte Produkte, zeitsparende Dienstleistungen und allgemein der große Bereich des Online-Shoppings weiterentwickeln könnten.

Die Hauptergebnisse dabei: Einkaufen ist Pflicht, Shopping ist Vergnügen, und Technik ist spitze. Weil sie Abläufe vereinfacht und von Lasten – wie dem Tragen des Einkaufs nach Hause – befreit. Doch Technik spielt gar nicht die alleinige Hauptrolle: Wichtig ist vielmehr ein Einkaufserlebnis, das mit allen Sinnen erlebt werden kann.

Beim Einkaufen möchte man die Dinge anfassen, beim Shoppen fühlen, sehen und vergleichen. Daneben bedient Shopping aber auch ganz klar soziale Aspekte und da diese zukünftig noch stärker digitalisiert werden, können sich die befragten 10- bis 13-Jährigen auch sehr gut vorstellen, sich in Zukunft gemeinsam mit ihren Freunden – aber auch einem Avatar – in virtuellen Einkaufserlebniswelten zu treffen.

Die Mitglieder der jungen Gen Z wollen Action und Fun beim Einkaufen erleben, all das also, was unter Gamification zusammengefasst wird – und zwar sowohl heute als auch morgen. Eine technisierte Shopping-Welt fasziniert sie; sie polarisiert aber auch. Unbehagen macht das Verschwinden der Privatsphäre. Selbstbestimmung wird hier gefordert.

Gleichzeitig versprechen sich die Konsumenten von morgen von personalisierten Produkten soziale Anerkennung, Zeit- und Geldersparnis. Ganz schön abgeklärt und medien-schlau sind unsere Kinder heute. Die Kreativ-Sessions, die den Abschluss jedes Workshops bildeten, offenbarten dann farbenfrohe Collagen, bei denen Verkaufstresen fliegen lernten, die Einkäufe per Drohne selbstgesteuert bis zum Küchenfenster kamen, und jedes Produkt endlich perfekt passte – maßgeschneidert und in einer Farbkombination, von der nur Kinder zu träumen wagen…

Prof. Peter Wippermann ist Trendforscher, Berater, Autor und Keynote-Speaker für Zukunftsthemen. 1992 gründete er das Trendbüro und führte die Trendforschung in den deutschsprachigen Raum ein. 1993 wurde er zum Professor für Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Künste in Essen berufen. Er ist Autor zahlreicher Publikationen, zuletzt „Lebe lieber froh! Neue Strategen für ein zufriedenes Leben“.

Über die Studie Die Zukunftsstudie Handel 2036 „Wie kauft Deutschland übermorgen ein?“ im Auftrag von QVC Deutschland wagt einen Ausblick auf die Shoppingwelt der kommenden zwei Jahrzehnte. Studienleiter Prof. Peter Wippermann sowie zehn weitere renommierte Experten aus Handel, IT und Wissenschaft diskutierten und analysierten dazu verschiedene Trends, die Konsumenten und Handel künftig bewegen werden. Zudem führten Trendbüro Hamburg und TNS Infratest von Juni bis August 2016 Konsumenten-Workshops sowie eine repräsentative Online-Umfrage unter 1.007 Deutschen zwischen 16 und 45 Jahren durch. Mehr Informationen unter www.QVC-Zukunftsstudie.de

Ergebnisse zur Generation Y Wie die 16- bis 31-Jährigen Befragten der Studie sich die Zukunft des Einkaufen wünschen, haben wir bereits berichtet. LINK