Pisa ist mehr als der schiefe Turm – und die PISA-Studie ist mehr als ein Leistungsvergleich von Schülern, mit dem sich Bildungspolitiker wahlweise das Leben schwer machen oder die eigene Arbeit schön reden. Die Studie bietet jetzt auch einen Statusbericht zur Frage, wie es 15-jährigen Teenagern geht. Sie weiß von allem von zufriedenen Pubertierenden zu berichten.

Eine große Mehrheit der befragten 15-Jährigen ist mit ihrem Leben zufrieden: Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten die international Befragten ihr Leben durchschnittlich mit 7,3 (in Deutschland mit 7,4). Nur zwölf Prozent der Schüler in den 67 teilnehmenden Ländern geben an, mit ihrem Leben nicht zufrieden zu sein. „Deutschland liegt insgesamt im guten Mittelfeld“, sagte OECD-Direktor Andreas Schleicher letzte Woche anlässlich der Präsentation der Sonderauswertung der PISA-Studie 2015 zum Thema Zufriedenheit.

Für die Zufriedenheit der Kinder spielt das schulische Umfeld eine große Rolle. In Deutschland geben drei Viertel der 15-jährigen Befragten an, ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer Schule und den Mitschülern zu empfinden. Deutsche Schüler sind deutlich weniger nervös vor Prüfungen: Während hierzulande nur 42 Prozent angeben, Angst vor Tests zu haben, ist es im internationalen Durchschnitt deutlich mehr als die Hälfte (55 Prozent).

International gehen 44 Prozent der 15-jährigen Schüler davon aus, dass sie später ein Studium abschließen werden. In Kolumbien, Korea, Katar und den USA rechnen sogar mehr als drei Viertel mit einem künftigen Uniabschluss.

Basis der Sonderauswertung zum Thema Wohlbefinden ist die Befragung fast einer halben Million 15-jähriger Schüler in 67 Ländern (darunter 10.000 in Deutschland) im Rahmen der PISA-Studie 2015. Ganz taufrisch ist das Material also nicht – die hohe Anzahl der Befragten aber macht es dennoch spannend.

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