Löw(en)grube – Justin Bieber schlägt Shakespeare

Studien, die die Welt nicht braucht: Da ist William Shakespeare gerade mal 400 Jahre tot, und schon wird er – man mag es kaum glauben – von Justin Bieber überholt. Jedenfalls was die Textsicherheit junger Briten angeht. 

Nach einer Studie des Guardian und des Streaming-Dienstes Deezer erkennen 43 Prozent der 18- bis 25-jährigen Briten ohrwurmende Justin Bieber-Zeilen und nur 38 Prozent berühmte Shakespeare-Zitate. Bibers „Baby, Baby Baby oh“ wird öfter identifiziert als „Where foreart thou Romeo?“.

Wir wollen ja jetzt nicht an der Auswahl der Textstellen rummäkeln …aber man hätte auch ohne Umfrage darauf kommen können, dass Refrains des im Radio vielgedudelten und bei Deezer meistgestreamten Sängers unter jungen Briten (etwas) präsenter sind als Worte ihres Nationaldichters? William Shakespeare wird sich deswegen jedenfalls nicht im Grabe umdrehen.

2016-05-20T16:28:21+00:00 20 Mai 2016|Bildung, Glosse, Löw(en)grube|