Generationskonflikt bei der Europawahl

Ein Drittel (33 Prozent) der unter 30-Jährigen wählten bei der Europawahl die Grünen. Damit erreichte Partei bei den jungen Wählern in Deutschland ein besseres Wahlergebnis als Union (13 Prozent) und SPD (10 Prozent) und FDP (8 Prozent) zusammen. Zu diesem Ergebnis kommt die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF.

Sowohl CDU/CSU als auch SPD verdanken der älteren Generation, dass ihre Wahlergebnisse nicht noch schlechter ausgefallen sind: Bei den über 60-Jährigen holte die Union 39 Prozent, die SPD 22 Prozent der Stimmen. Von den 18- bis 29-jährigen Wählern erhielt die CSU gerade noch 13, die SPD 10 Prozent der Stimmen. Mehr dazu bei ZDF.de

Die Zahlen basieren auf einer telefonischen Befragung der Forschungsgruppe Wahlen unter 1.123 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Deutschland in der Woche vor der Wahl sowie auf der Befragung von 54.054 Wählern am Wahlsonntag.

© ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Infratest dimap kommt im Rahmen seiner Befragung für die ARD zu ganz ähnlichen Ergebnissen (+/- 1 Prozent). Infratest dimap hatte vor der Wahl 1.506 Wahlberechtigte in Deutschland telefonisch interviewt und am Wahltag 55.689 Wähler befragt.

Mehr zu diesem Thema, unter anderem die Stimmanteile der einzelnen Parteien nach Altersgruppen gibt es unter Tagesschau.de

In der folgenden Grafik bietet die Tagesschau und Infratest dimap einen Vergleich der jüngsten Wählergruppe (bis 25 Jahren) mit der ältesten (60 plus). Eine Grafik zur Europawahl, die auf einen Blick die enorme Diskrepanz zwischen den Generationen zeigt.

© Tagesschau/ARD. Infratest dimap