Glosse

Löw(en)grube – Studien, die die Welt dringend braucht

Hallo, YouTube-Nutzer, wusstet Ihr eigentlich, dass jeder von Euch im letzten Jahr 25 Katzenvideos gesehen hat – also durchschnittlich und global betrachtet. Nein? Ist aber so! Höchste Zeit also, das Phänomen Grumpy Cat, Lil Bub und Maru (um nur einige der tierischen YouTube-Stars zu nennen) wissenschaftlich zu erforschen, oder?

Löw(en)grube – Der Yuccie – eine neue Zielgruppe wird durchs digitale Dorf getrieben

In der Löw(en)grube wirft Ihnen Elke Löw kuriose Studien, Marketing-Peinlichkeiten und fragwürdige Trends zum Fraß vor. Heute: Nach Yuppie, Hipster und Generation Y kommt jetzt der Yuccie. Yippie-Ya-Yeah oder einfach nur yucky?

Und schon wieder gibt´s eine neue, junge Zielgruppe, den Yuccie. Erfunden hat den Young Urban Creative Mashable-Autor David Infante. Das war vor einer Woche. Seitdem wird der Yuccie wie eine Sau durchs digitale Dorf getrieben. Und dort scheint er sich festzusetzen, wie die 425 000 „Yuckie“-Suchergebnisse, die Google gestern ausspuckte, vermuten lassen.

Löw(en)grube – Marktforschung bei Fremdgehern

In der Löw(en)grube wirft Ihnen Elke Löw kuriose Studien, Marketing-Peinlichkeiten und fragwürdige Trends zum Fraß vor. Heute: Sage mir, wen Du fragst und ich sage Dir, welche Antworten Du kriegst.

Fast wöchentlich erfreut uns die Presseabteilung von Victoria Milan, einer Dating-Seite für Fremdgeher, mit sensationellen Ergebnissen aus so genannten „Studien“: Mal wird´s haarig: „Der perfekte Liebhaber hat einen Bart“. Mal saisonal: „Neben Allergien sorgt der Frühling vor allem für sexuelle Fantasien“. Glaubt man den Überschriften, die Victoria Milan dichtet, würden Männer am liebsten mit Helene Fischer oder der besten Freundin ihrer Partnerin zur Seite springen.

Löw(en)grube – Das Internet ist an allem schuld!

In der Löw(en)grube wirft Ihnen Elke Löw kuriose Studien, Marketing-Peinlichkeiten und fragwürdige Trends zum Fraß vor. Heute: Das Internet macht dumm und depressiv.

Das Internet ist, mit Verlaub, eine arme Sau, auf die jeder eindreschen darf, der gerade kein anderes Opfer findet. „Jugendliche im Teufelskreis aus Internetsucht und Einsamkeit“, „Computerspiele machen einsam“, „Jugendliche bindungsunfähig“, so lauteten die Schlagzeilen, zu denen sich diverse Zeitungen und Sender in der letzten Woche hinreißen ließen.

Löw(en)grube – Bundessteuerberaterkammer-Humor

Bundessteuerberaterkammer
© BStBK

In der Löw(en)grube wirft Ihnen Elke Löw kuriose Studien, Marketing-Peinlichkeiten und fragwürdige Trends zum Fraß vor. Heute: Werbung für den Beruf des Steuerfachangestellten.

Sie können einem wirklich leid tun, die Damen und Herren von der BStBK – der Bundessteuerberaterkammer. Nicht nur wegen ihres Humorverständnisses, sondern vor allem, weil ihnen das Ergebnis einer Forsa-Umfrage schwer im Magen liegen dürfte, die sie selbst in Auftrag gegeben hatten.

Löwengrube – Man höre und staune (nicht)

In der Löw(en)grube wirft Ihnen Elke Löw kuriose Studien, Marketing-Peinlichkeiten und fragwürdige Trends zum Fraß vor. Heute: Die Erforschung der Wirkung von High Heels.

Manche Studie fördern so „überraschende“ Ergebnisse zu Tage, dass es einen aus den Schuhen haut. Denn wer – außer den Stiletto-Designern Manolo Blahnik und Christian Louboutin –  wäre schon auf die Idee gekommen, dass Frauen, die hohe Absätze tragen, auf Männer wirken? 90 Prozent aller Frauen und … Nicolas Guéguen! Der Professor für Sozial- und kognitive Psychologie an der Universität der Südbretagne hat eine Studie auf die Beine gestellt, die beweist, wie High Heels bei Frauen die Hilfsbereitschaft von Männern fördern.

Löw(en)grube – Frohes Fest

In der Löw(en)grube wirft Ihnen Elke Löw dubiose Studien, Marketing-Peinlichkeiten und fragwürdige Trends zum Fraß vor. Heute: die Flut der Weihnachtsstudien.

Weihnachten 2014 in Deutschland: Männer tragen den Christbaum (54 Prozent), Frauen die Verantwortung – für die Geschenke an Familie und Freunde (85 Prozent). 189 Kilometer legen wir zurück, um unsere Liebsten zu besuchen. Und 124 Mal streiten Paare in der Vorweihnachtszeit (gilt aber nur in Großbritannien).

Löw(en)grube – Fahrende Selbstfotografierer

In der Löw(en)grube wirft Ihnen Elke Löw dubiose Studien, Marketing-Peinlichkeiten und fragwürdige Trends zum Fraße vor.

92 Prozent der 18- bis 24-Jährigen  – also praktisch alle – haben schon Selfies mit ihrem Smartphone gemacht. Die digitalen Selbstbildnisse beschäftigen jetzt sogar die Autohersteller. Ford hat seinen Slogan „Ford. Die tun was.“ zwar vor mehr als zehn Jahren ausgemustert – tut aber immer noch was: nämlich eine Studie in Auftrag geben. Der zufolge haben 28 Prozent der jungen deutschen Autofahrer schon Selfies gemacht – während der Fahrt.

Löw(en)grube

In der Löw(en)grube werfen wir Ihnen künftig dubiose Studien, Marketing-Peinlichkeiten oder die neuesten Buzzwords zum Fraß vor.

Wir starten mit einem herzlichen Dankeschön an die KESSLER! Kommunikationsberatung, Wiesbaden. Deren Pressemitteilung „Neue Studie belegt: Attraktivität von Glücksspielen wird oft überschätzt“ hat uns so froh gestimmt, dass wir sogar darauf verzichten, über Großbuchstaben und Ausrufezeichen im Agenturnamen zu lästern. Denn die überzeugend formulierte gute Nachricht von KESSLER! lautet: „60 Prozent der Jugendlichen (von 14 bis 18 Jahren) und 34 Prozent der jungen Erwachsenen (über 18 bis 30 Jahre) haben in den letzten zwölf Monaten überhaupt keine Glücksspiele um Geld gespielt“. Das liest sich doch gut – so gut, dass die Pressemitteilung von unzähligen Medien brav abgeschrieben wurde. Dumm nur, wenn man die Zahlen umdreht…

Männer sind schöner…

Eurovision Song Contest 2014
©ORF/Thomas Ramstorfer

…glauben sie jedenfalls selber. 90 Prozent der jungen Männer zwischen 15 und 29 Jahren sind mit dem eigenen Aussehen zufrieden. Von den jungen Frauen sind es nur 65 Prozent. Das zeigt die Studie mit dem sperrigen Titel „Die äußere Hülle oder Persönlichkeit und Charaktereigenschaften – Was macht einen attraktiven Menschen aus?“. Die Silhouette ist demnach für junge Männer weitaus bedeutsamer als für ältere. Eine „schöne Figur/schlank sein“ finden sie am wichtigsten. „Gutes Aussehen/muss einfach gefallen“ steht auf Platz zwei, gefolgt von einer „gepflegten Erscheinung“ und „tollen Haaren“.
Überraschung? Ähm… nein. Tolle Figur und tolle Frisur – so kurz nach dem Eurovision Song Contest ist klar: Die Studie stammt aus Österreich. Und beschreibt das Idealbild der jungen, zu 90 Prozent feschen österreichischen Männer: Es heißt Chonchita Wurst. Von „Damenbärten“ ist in der Studie der Spectra Markforschung, Linz, die es HIER zum Download gibt, allerdings nicht die Rede.