Apps

Wenn die App zum Appsatzkiller wird

Unternehmen werden sich Zukunft ganz schön appmühen müssen, um junge Zielgruppen nicht appzuschrecken. Geht es nach den 18- bis 34-Jährigen, sollten die Smartphone-Anwendungen von Firmen künftig nämlich anders als heute aussehen: Drei von vier jungen Befragten (73 Prozent) wünschen sich die Möglichkeit, direkt in Apps Produkte oder Dienstleistungen kaufen zu können.

Zombie Apps

Zombie Sweeper, Zombie Sniper, Zombie Hunter: Eine Fülle von Apps beschäftigt sich mit den Untoten. Weit mehr Apps aber sind selber „Zombies“. Zwar gibt es sie (noch), sie fristen ihr Dasein aber im Verborgenen, nämlich unterhalb der messbaren Beachtungsschwelle; 79,6 Prozent der Handy- und Tablet-Programme in Apples App-Store sind sogenannte „Zombie-Apps“. Sie sind zwar da, aber keiner merkt´s. Fast eine Million (genau: 953 387) dieser unbeachteten Apps zählten die Analytiker des Mobile-App Dienstleisters Adjust im Juni 2014 – bei einen Gesamtangebot von knapp 1,2 Millionen Apps. „Birth, life and death of an App“ nennt Adjust seinen Report passenderweise, wobei die Betonung auf „death“ liegen müsste.

Es isch so eifach…

…eine App zu klonen. Vor einem Monat hatten wir über die Erfolgs-App „Yo“ berichtet, die nur ein einziges Wort übermitteln kann – nämlich „Yo“. Und wer hat´s erfunden? Nicht die Schweizer. Aber die machen´s jetzt nach: Mit der App „Hoi“, deren einzige Anwendung ebenfalls der Versand des gleichlautenden Kurzworts ist und die selbstironisch mit dem Claim „Es isch so eifach“ wirbt. Nachdem „Yo“, am 1.4. als Aprilscherz gestartet, mehr als eine Million Dollar Kapital eingesammelt hat und Hoi schon einige Tausend Mal runtergeladen wurde, suchen wir jetzt selbst dringend Investoren – für regionale Klone wie „Moin“ oder „Servus“.

„Yo“

Nur dieses kurze Wort lässt sich mit der gleichnamige App versenden, die am 1. April (!) 2014 startete. „Yo“. Während sich die Medien überschlugen, dass eine so überlebensnotwendige App mehr als eine Million Dollar Risikokapital einsammeln konnte, waren die Nutzer offenbar begeistert: Vier Millionen sollen es mittlerweile sein, die die App auf ihr Handy geladen haben und mit dem Wörtchen „Yo“ Freunde und Verwandte beglücken. Pünktlich zum heutigen „Tag der sicheren App“ wird die Berichterstattung weniger amüsant. „Yo“ wurde gehackt! Studenten des Georgia Institute of Technology können die Telefonnummer jedes „Yo“-Nutzers auslesen, berichtet der Blog Techcrunch. Ein Grund mehr, den „Tag der sicheren App“ zu promoten, den die Redaktionen von Computerwoche, TecChannel, CIO und ChannelPartner gemeinsam mit mediaTest ausgerufen haben. Heute können Sie ihre Apps dort einem Echtzeit-Sicherheits-Check unterziehen. Yo denn!

Informationen App-gefischt

Nicht nur die NSA hat Zugriff auf unsere Smartphones – auch simple Apps betätigen sich als eifrige Spione. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) haben 10.000 der beliebtesten Android-Apps getestet. Ergebnis: 91 Prozent der Apps verlangen vom Nutzer eine Berechtigung für den Aufbau einer Internetverbindung und ein Großteil nutzt diese mehr oder weniger als Blanko-Vollmacht, um beim Start ungefragt persönliche Daten zu verschicken. Insgesamt enttarnte der Test Datenübertragungen an 4358 Server in der ganzen Welt – ohne Wissen und Zutun des Nutzers. 

Macht nichts!

In lockerer Folge stellen wir immer wieder besonders sinnlose Smartphone-Apps vor. 2014 ist es endlich so weit: Wir präsentieren die ultimativ unnützeste App aller Zeiten, den Null Launcher! Diese phantastische Android-App mit dem beeindruckend schlicht gestalteten Icon (links im Bild) macht NICHTS. Definitiv gar nichts. „Null launcher is a launcher that does nothing. Yes, really“, so die treffende Beschreibung des Entwicklers Michael Howell. Entsprechend positiv fallen die Bewertungen der Nutzer aus: 4,4 von 5 möglichen Sternen. Wem eine App, die nichts tut, nicht genügt, dem empfehlen wir als Alternative die Android-Null App (4,2 von 5 möglichen Sternen). Die macht auch nichts. Beide Apps halten, was sie versprechen, und das ist mehr, als man von vielen „nützlichen“ Anwendungen behaupten kann. Android ist nicht Ihr Betriebssystem? Kein Problem! Auch das iPhone ist perfekt im Nichtstun: Ausschalten genügt, wenn Sie im neuen Jahr einfach mal abschalten wollen.

 

 

Not perfect, but erfolgreich

Im App-Store findet man (fast) alles. Unter anderem iTalk Smurf für 89 Cent. Inhalt: Ein Schlumpf, der alles, was man sagt, in Schlumpf-Sprech nachplappert und auf Bewegungen reagiert. So süß und sinnvoll wie die App selbst ist ihre Beschreibung im deutschen (!) App-Store. Zitat: „Beim Speichern Schlumpf Videos zu verwenden mit Facebook/text/WhatsApp stellen Sie bitte sicher, dass Sie Clumsy Finish lassen vor dem Anhalten der Aufnahme. Die Video-Aufzeichnung Aufzeichnungen, was ungeschickt macht – wenn Sie nicht sehen, er es tun wird es nicht aufgenommen werden.“

90 Prozent aller Apps sind gratis

Was nichts kostet, ist auch nichts wert. Wenn dieses Sprichwort stimmt, gibt es eine gigantische Menge wertloser Apps! 102 100 000 000 Apps (sprich: rund 102 Milliarden) werden Menschen weltweit in diesem Jahr auf ihre Smartphones und Tablets laden, so eine Prognose der Unternehmensberatung Gartner. Das entspricht einer Steigerung von 60 Prozent gegenüber Vorjahr.

Laufend SMS

Durch die Gegend laufen und dabei SMS oder E-Mails schreiben – für Jugendliche kein Problem, bisher aber Multitasking mit Verletzungsgefahr. Zu den Risiken und Nebenwirkungen gehörten Zusammenstöße mit Passanten und Verkehrsschildern. Abhilfe schafft die Gratis-App „SMS beim Laufen“. Wohin man geht, zeigt das Display im Hintergrund der SMS. Und App sei Dank entschuldigt man sich nicht mehr versehentlich bei Laternenpfählen, die man ebenso versehentlich gerammt hat. www.itunes.com