Vermutlich. Zwar sucht Langenscheidt noch bis zum 17. November das „Jugendwort des Jahres 2017“ (hier gehts zur Abstimmung). Das unvermeidliche Lexikon des Verlages „100 Prozent Jugendsprache 2018″ ist aber bereits Ende Oktober  erschienen. Auch in diesem Jahr werden die meisten zur Wahl stehenden Wörter selbst Jugendlichen kaum bekannt sein – worüber wir seit Jahren immer mal wieder „unfly“ (uncool) und „emjionslos“ (ohne Emojis) Noicemails (nervige Sprachnachrichten) absetzen. Nichtsdestotrotz wird Langenscheidt am nächsten Wochenende zum 10. Mal das Jugendwort des Jahres küren. Dankenswerterweise hat YouGov dieses Mal die Deutschen vorab befragt, wie (un-)bekannt die 30 Vorschläge zum Jugendwort des Jahres sind.Wie „belastend“ (unschön, unangenehm) auf die Liste zum Jugendwort des Jahres 2017 kommt, bleibt ein Geheimnis. Durchaus „belastend“ ist, dass nur 57 Prozent der Befragten das Wort „belastend“ kennen (nach Bekanntheit ist der Begriff immerhin der Spitzenreiter auf der Vorschlagsliste).  Nur drei weitere der 30 Begriffe umfassenden Shortlist – „fermentieren“, „emjionslos“ und „gefresht“ – sind mehr als einem Drittel der Befragten bekannt.

In seiner aktuellen Umfrage hat YouGov den Deutschen überdies die Möglichkeit gegeben, über die Originalität der „Jugendwort des Jahres“-Kandidaten abzustimmen. An ihr hat es der Vorschlagsliste in den letzten Jahren nie gemangelt. Mit großem Abstand auf Platz eins liegt im Originalitäts-Ranking „Teilzeittarzan“ für jemanden, der sich nur ab und zu zum Affen macht (30 Prozent). Auf Platz zwei findet sich „sozialtot“ (19 Prozent), für jemanden, der nicht in sozialen Netzwerken angemeldet ist. Einen Prozentpunkt dahinter steht der selbsterklärende Begriff „Textmarkeraugenbrauen“ (18 Prozent).